Durch Streitigkeiten in den unterschiedlichsten Lebenslagen wie Erbangelegenheiten, Fehlbehandlung durch Ärzte/Arzthaftung, Architektenhonorar, Abfindungszahlungen, Streitigkeiten mit Behörden, fehlerhafte Anlageberatung oder Insolvenzfälle um nur einige zu nennen, kommt es zu gerichtlicher Auseinandersetzung. Die Prozesskosten für ein Verfahren mit hohem Streitwert sind sehr hoch und können bei einer Niederlage vor Gericht zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für den Kläger führen.

Wie erhält man als Kläger eine Prozesskostenfinanzierung.

Man kann als Kläger bei einem Finanzdienstleister Allianz, DAS, Roland Rechtsschutzversicherung oder bei der Foris AG  einen Antrag auf Prozesskostenfinanzierung einreichen. Die Prozesskostenfinanzierung ist eine juristische Finanzdienstleistung, die sich zu einem wichtigen Instrument des Risikomanagements im Wirtschaftsleben etabliert hat. 1998 hat die Foris AG zum ersten Mal diese Leistung in Deutschland professionell angeboten. Ab einem gewissen Streitwert (10.000,-€ bis 500.000,-€) prüft der Finanzdienstleister auch mit externen Rechtsanwälten ob die Chance  besteht, den Rechtstreit zu gewinnen. Wenn die Erfolgsaussichten günstig sind übernimmt der Finanzdienstleister den Fall. Der Finanzdienstleister übernimmt dann die notwendige Prozesskostenfinanzierung  für eine außergerichtliche oder gerichtliche Verfolgung privater oder gewerblicher Ansprüche.

Führt die Auseinandersetzung endgültig zu keinem positiven Ergebnis übernimmt der  Finanzdienstleister bei der Prozesskostenfinanzierung die Gerichtskosten, die Kosten des gegnerischen Anwalts, die Kosten für sämtliche Zeugen und Gutachten von Sachverständigen.

Einen Antrag auf Prozesskostenfinanzierung wird sowohl von Privatleuten als auch von Unternehmen gestellt.

Der Finanzdienstleister der die Prozesskostenfinanzierung übernommen hat, erhält im Falle des Erfolgs einen Teil des erzielten Erlöses, die sogenannte Beteiligungsquote.

Wo liegen die Vorteile der Prozesskostenfinanzierung

Sollte auf Antrag eines Klägers die Prozesskostenfinanzierung durch den Finanzdienstleister übernommen werden, wird die eigene Liquidität geschont, was sowohl für den Privatmann als auch für ein Unternehmen ein großer Vorteil ist. Das Unternehmen muss für den Fall eines kostspieligen Prozesses keine Rückstellungen leisten und dies in der Bilanz ausweisen. Die die RVG Tabelle auf foris-prozessfinanzierung.de erteilt ihnen wichtige Informationen rund um die Prozesskostenfinanzierung.

Nachteile der Prozesskostenfinanzierung

Es sollte allerdings berücksichtigt werden, dass sich die Finanzdienstleister Ihre Arbeit gut bezahlen lassen und bei positivem Ausgang des Verfahrens eine hohe Summe des Erlöses durch die Streitigkeit dem Finanzdienstleister zusteht. Dies kann unter Umständen bis zu 50% des Erlöses betragen.