Di 15 Jul 2008
Nicht nur Berufstätige sind auf das Auto angewiesen - und müssen die immer weiter steigenden Spritpreise hinnehmen. Nimmt man die Umweltkomponente um den CO2-Ausstoß hinzu, wird es höchste Zeit zum UMDENKEN:
Zwar sind momentan viele alternative Antriebskonzepte in den Entwicklungsabteilungen der Autohersteller, eine vernünftig erprobte Serienreife erreichten bis jetzt nur wenige. Eine davon ist das Fahren mit Erdgas. Erdgasfahrzeuge, sind Autos, die vorrangig mit komprimierten Erdgas als Kraftstoff betrieben werden und mit einem Verbrennungsmotor als Antriebsaggregat ausgestattet sind. Dabei entspricht der Motor einem herkömmlichen Ottomotor.
Der Unterschied:
Anstatt eines Benzin-Luft-Gemisches wird ein aufbereitetes Erdgas-Luft-Gemisch in den Zylindern verbrannt. Ein Erdgasfahrzeug wird meist mit dem Kürzel CNG (Compressed Natural Gas) gekennzeichnet.
Die größten Vorteile gegenüber dem „normalen“ Sprit sind zum einen die Betankungspreise und zum anderen die enormen Umweltvorteile.
Normalbenzin kostet momentan weit mehr als das doppelte pro getanktem Liter. In Deutschland gibt es bereits mehr als 700 Erdgastankstellen, so dass eine Versorgung gewährleistet ist. Allein in Bayern sind es fast 100. Ein anderer Aspekt ist „der Grüne Daumen“. Wer mit Erdgas fährt, schont die Umwelt - 80 Prozent weniger Schadstoffe – und bekommt Geld dafür. Bis Ende 2018 wird es Steuerbegünstigungen seitens des Staates für die Mineralölbesteuerung geben. Das Ziel der Europäischen Kommission ist, dass bis 2020 - 10 Prozent aller Pkws mit Erdgasantrieb fahren.
Um mit Erdgas zu fahren, gibt es zwei Möglichkeiten. Die Umrüstung Ihres aktuellen Fahrzeugs oder die Neuanschaffung eines CNG - Serienautos. Theoretisch können fast alle Kraftfahrzeuge mit Ottomotoren auf den alternativen Betrieb mit Erdgas umgerüstet werden. Am Motor selbst müssen dabei kaum Veränderungen vorgenommen werden. In Kauf nehmen muss der Interessierte nur einen Platzverlust im Kofferraum für die Installation des Erdgastanks – bei Serienfahrzeugen meist unterflurig.
Wichtig ist, die Umrüstung in den Fahrzeugbrief und den Kraftfahrzeugschein eintragen zu lassen. Die Nachrüstung kostet zwischen 2000 und 4000 Euro je nach Autotyp. Wer den Kauf eines neuen Autos plant, kann mit einem Erdgasfahrzeug von Anfang an kräftig sparen. Einige Autofirmen haben bereits solche Fahrzeuge in ihrer Produkt Palette.