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Denke nach, mein Freund, über die Natur des Feuers, wie es dort in der vergangenen Nacht vor uns brannte.

Es war stark und kraftvoll. Seine Flammen schlugen hoch, sie tanzten und heulten voll hochfahrendem Stolz. Weder ein starker Baum noch eine wilde Bestie hätten seiner Macht und Kraft widerstehen können. Mit Leichtigkeit hätte es allen erobern können, was auf seinem Wege lag.

Dagegen, mein freund, betrachte den Fluss. Er beginnt nur als kleines Rinnsal irgendwo fern in den Bergen. Manchmal fließt er langsam, manchmal schnell, aber immer treibt es ihn talwärts, das tiefere Gelände weist ihm den Kurs. Willig erfüllt er jeden Riss in der Erde und ebenso bereit umarmt er jede Felskante – so bescheiden ist er von Natur.

Wenn wir dem ruhig fließenden Wasser lauschen, können wir es kaum hören. Wenn wir es berühren, können wir es kaum fühlen, so sanft ist seine Natur. Was aber bleibt am Ende übrig von dem einmal so mächtigen Feuer. Nur eine Handvoll Asche?

Obwohl das Feuer so stark ist, mein Freund, dass es alles zerstört was seinen Weg kreuzt, fällt es doch seiner eigenen Stärke zum Opfer und ist dann verbraucht. Mit dem ruhigen und stillen Fluss verhält es sich anders. So, wie er war, so ist er und so wird er immer sein, auf immer fließend, tiefer, breiter und sogar stärker werdend auf seiner reise hinab zum unermesslichen Ozean, dabei allen an seinen Ufern Leben und Auskommen sichernd.

Euer Infohammer wünscht einen nachdenklichen Tag. Wir sind das Wasser im Fluß.

Die Praxis sollte das ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.