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Gefrierende Nässe verwandelt Straßen in gefährliche Rutschbahnen. Deshalb gilt: Tempo drosseln und den Abstand zum Vordermann erhöhen.

Die kalte Jahreszeit macht Wagenbesitzern zuweilen nicht leicht: Dunkelheit und Nebel erschweren die Sicht, kommt dann noch Regen hinzu, wird aus einer Autofahrt schnell eine anstrengende Odyssee.

Doch damit der unangenehmen Begleiterscheinungen nicht genug:Bei Minustemperaturen kommt es schnell zu gefrierender Nässe, die die Strasse in Windeseile in regelrechte Rutschbahnen verwandeln kann. Diese Art von Glätte tritt häufig auf, wenn zum Abend bei Temperaturen knapp über null Grad Niederschlag fällt. Anschließend klart der Himmel auf, der Wind flaut ab, und die Temperatur der Strassenoberfläche sinkt unter den Gefrierpunkt. Dann kann bereits nach kurzer Zeit eine Eisschicht auf der Strasse entstehen.

Besonders gefährlich daran ist, dass, vor allem bei Dunkelheit, gefrorene von noch nassen Strecken schwer zu unterscheiden sind. Schattige Wege, Brücken, Waldschneisen oder Überführungen sind dabei sehr anfällig für Glätte. Deshalb sollte besonders vorausschauend gefahren, das Tempo den Wetterbedingungen angepasst und ein großer Abstand zum Vordermann eingehalten werden, da sich bei glattem Untergrund der Bremsweg erhöht. Sollte das Fahrzeug trotz aller Vorsicht ausbrechen, gilt: Ruhe bewahren, Kupplung treten, Wagen rollen lassen. So lässt sich das Auto wieder auf den rechten Weg bringen.

So wird dieses wichtige Mineral auch gern genannt – zu Recht, wie Sie gleich erfahren werden. Magnesium ist ein Aktivator von über 200 Enzymreaktionen und beim Energie-Stoffwechsel jeder einzelnen Körperzelle beteiligt.
Ein 70 kg schwerer Mensch „enthält“ ca. 24 g Mg. (Im vergleich: Calcium 1200g!)
Davon ist in den Knochen 12 – 16g, der Rest in Körper und Muskelzellen und nur ein kleiner Teil im Blutplasma (1%).

Besonders magnesiumreiche Nahrungsmittel sind:
Nüsse, Schokolade, Vollkornprodukte, grünes Gemüse.

Aus der Nahrung, sowie aus zugeführten Magnesiumverbindungen wird nur ein geringer Teil aufgenommen. (Bandbreite: 20-60 % der zugeführten Menge). Eine hohe Zufuhr reduziert die Aufnahme, bei geringerer Zufuhr wird dafür mehr resorbiert! Pro Tag brauchen wir ca. 400 mg Magnesium, um die Verluste über Nieren (100mg) und Darm (200mg) wieder auszugleichen. Unsere Niere ist dabei ein Sparkünstler:

Sie filtert 95 % des im Blut zirkulierenden Magnesiums wieder zurück. (Die im Urin gemessene ausgeschiedene Magnesiummenge liefert für die Diagnostik ein gutes Abbild des Magnesiumstatus, im Gegensatz zur Blutuntersuchung.)

Wie kommt es zu einem Magnesiumdefizit?

  • Zu geringe Zufuhr (Diät, Fasten, Darmerkrankungen, falsche Ernährung)
  • Erhöhter Bedarf: bei Schwangerschaft, Diabetes, Sport, Stress (Adrenalinausschüttung)
  • Hohe Ausscheidungsverluste bei Diabetes, Durchfall, Schwitzen, bei Einnahme von Medikamenten (Wassertabletten, Abführmittel), Alkohol, Coffein

Pro Tag nehmen wir ca. 200 bis 300 mg Magnesium auf. Das reicht nicht ganz für eine gute Versorgung. Deshalb rate ich zu einer Nahrungs-Ergänzung, weil sie völlig risikofrei ist. ( Einzige Ausnahme: Schwere Nierenfunktionsstörung). Als Großer Gegenspieler des Calciums regelt Magnesium die Signalübertragung an Nerven und Muskelzellen. Wenn Calcium der „Antreiber“ ist, so ist Magnesium eher der „Beruhiger“.

(Die Einnahme von Calcium und Magnesium zusammen stellt kein Problem dar, da sie verschiedene Transportsysteme für die Aufnahme besitzen.)

Damit kommen wir unmittelbar zu den wichtigsten Magnesiumwirkungen:
Am Herzen:
Es schützt als natürlicher “Calciumantagonist“ die Herzzellen vor einer Überladung mit Calcium. Dadurch verbessert sich die Pumpfunktion, der Sauerstoffbedarf des Herzens wird geringer, der Herzmuskel arbeitet effektiver und die Herzkranzgefäße entspannen sich. Durch diese „Ökonomisierung“ bessert sich eine  bestehende Herzschwäche und auch Rhythmusstörungen treten seltener auf. Magnesium wirkt beruhigend, indem es den Einfluss der Stresshormone auf das Herz dämpft.

Am Nervensystem / Gehirn:
Im Gehirn wirkt es als Gegenspieler einiger „erregender“ Überträgersubstanzen (NMDA Rezeptoren). Es reguliert und ordnet sozusagen unkontrolliert ablaufende und einströmende Informationen und hilft bei der Konzentration auf das Wesentliche. Das macht es zu einem wertvollen Helfer bei ADHS und Lernstörungen und beginnender Demenz.
Auch bei Unruhezuständen, Schlafstörungen und Nervosität kann man es nebenwirkungsfrei gut einsetzen. Allerdings ist es hier kein Akutmittel, der Körper braucht eine „ Aufsättigung“ über mehrere Wochen. Unter einer guten Magnesiumsättigung werden im Körper im Bedarfsfall weniger Stresshormone ausgeschüttet und deren Blutkonzentration sinkt. Das fördert die Balance zwischen Anspannung und Entspannung.

An der Muskulatur:

Magnesium setzt die „Grundspannung“ der Muskulatur herab und löst dadurch Verspannungen und Verkrampfungen. Es dämpft unkontrollierte Muskelzuckungen und verhindert Krämpfe. Beim Sport sinkt sowohl die Milchsäurekonzentration als auch der Sauerstoffbedarf des Muskels. Das führt zu einer Leistungsverbesserung.

An den Blutgefäßen:

Auch hier setzt Magnesium als Gegenspieler des Calciums die Wandspannung der Blutgefäße am Herzen und im Kreislaufsystem herab. Das macht es zu einem natürlichen Blutdrucksenker. Schon 240 mg pro Tag lassen den Blutdruck um ca. 4.5 / 2.3 mm Hg sinken – unschädlich und nebenwirkungsfrei! Außerdem werden die Thrombozyten (Bluttplättchen) am Zusammenklumpen gehindert und das Blut bleibt fließfähiger. Blutdrucksenker wie z.B. Diuretika („Wassermittel“) schwemmen leider zuviel Mg aus, und neutralisieren damit ihre Wirkung zum teil wieder. Deshalb dringend Mg ersetzen, wenn Sie diese Medikamente einnehmen!

Am Knochen:
Hier befindet sich der größte Mg-Vorrat. Wichtig für den Aufbau einer stabilen Knochenstruktur und eines gesunden Gelenkknorpels.

Bei Diabetes:

Bei Diabetikern wird zuviel Mg über die Niere ausgeschieden. Das führt auf die Dauer zu einem Mangel. Und das ist schlecht, den Mg aktiviert die sogenannte Insulin “andockstellen“, der Zucker wird aus dem Blut schneller entfernt und die Blutzuckereinstellung verbessert sich. „Insulinresistenzen“ beim sogenannten „Metabolischen Syndrom“ verbessern sich ebenfalls.

Bei Migräne:

Hier wirkt Mg beruhigend auf die erregenden Überträgerstoffe (Neurotransmitter) und entspannt  Gefäße und Muskulatur. Zusammen mit Vitamin B2 kann man es in einer täglichen Dosierung von 400 mg Mg und 100-400mg B2 zur Migräneprophylaxe mit gutem Erfolg anwenden.

Bei Schwangerschaft:
Magnesium ist ein natürlicher Wehenhemmer!
Es wirkt entspannend auf die Gebärmutter (auch ein Muskel), somit erleichtert es ein vollständiges Austragen des Kindes durch Vermeidung vorzeitiger Wehen und lästiger Kontraktionen. Diese bedeuten jedes Mal eine schlechtere Sauerstoffversorgung des Fötus, was im Übermaß schlecht für die Entwicklung ist.
Außerdem braucht der Fötus in den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten täglich 5-7 mg Mg zum Einlagern.

Zusammenfassung:

Magnesium ist ein außerordentlich wichtiger Mineralstoff, vielseitig in der Wirkung und in therapeutischer Dosierung praktisch nebenwirkungsfrei.
Es wirkt ausgleichend und entspannend auf Psyche, Nervensystem, Muskeln und Herz / Kreislaufsystem – eben Salz der Inneren Ruhe !
Bei der Einnahme sollten Sie auf die verschiedenen Magnesiumzubereitungen achten: Wo Magnesium draufsteht, sollte es auch drin sein. Das ist aber nicht immer der Fall. Oder möchten Sie 10 Tabletten am Tag schlucken, wenn 1 genügen würde? Das gilt auch für die verschiedenen Magnesiumsalze.

Hier muss man beim der Umrechnung aufpassen:
Magnesiumcitrat 180mg enthalten nur ca. 29 mg reines Mg Magnesiumoxid 180mg dagegen ca. 110mg.