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Der britische Arzt Dr. Edward Bach entwickelte um 1930 die nach ihm benannte Bach-Blütentherapie, die aber erst Jahrzehnte nach seinem Tod richtig populär wurde. Grundgedanke dieser Behandlungsform ist, dass bestimmte Blüten eine besondere Energie besitzen, welche sie an den Menschen weitergeben können und damit eine positive Wirkung auf Körper und Psyche erzielt. Diese Wirkung wird vor allem durch die Regulierung von seelischen Ungleichgewichtszuständen erreicht, denn Bach ging davon aus, dass jede körperliche Krankheit durch einen seelischen Missstand ausgelöst wird. Diese Missstände unterteilte Bach in 38 sogenannte „disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur“. Nun wurde jedem dieser Zustände eine - in den Augen Bachs - passende Blüte zugeordnet.

Die Herstellung der einzelnen Blütenessenzen verläuft folgendermaßen: Zur höchsten Blütezeit werden die Blüten gesammelt und sofort in reines Quellwasser eingelegt. Danach wird das Ganze einige Zeit der Sonne ausgesetzt. Dadurch sollen die Blüten ihre Schwingungen und Informationen auf das Wasser übertragen. Um die Essenz haltbar zu machen, wird sie mit Alkohol vermischt, manche verwenden auch Obstessig dazu. Trotzdem sind die Essenzen nur ca. zwei Monate haltbar und sollten danach nicht mehr verwendet werden, insbesondere, wenn sich die Mischung verfärbt und sich der Geruch verändert. Heute werden die Bach-Blütenessenzen meist als fertige, bereits konservierte Mischungen von vielen verschiedenen Herstellern verkauft.

Bach-Blütenessenzen können auf verschiedene Weise eingenommen werden. Am häufigsten werden jeweils 1-2 Tropfen Essenz in ein halbes Glas gegeben und in kleinen Schlucken getrunken. In akuten Fällen kann die Essenz auch direkt, d.h. ohne Wasser, eingenommen werden. Am besten geht dies, indem man 1-2 Tropfen auf seinen Handrücken träufelt und sie dann mit der Zunge aufnimmt.

Die Wirksamkeit der Bach-Blütentherapie konnte bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Kritiker sprechen den Essenzen – auch wegen der starken Verdünnung – keine physiologische Wirkung zu. Die Anwender sprechen allerdings eine andere Sprache. Viele Bachblüten-Anhänger berichten von sensationellen Wirkungen, selbst schwere Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Parkinson sollen durch Bachblüten schon gelindert oder sogar geheilt worden sein. Einen fundierten Beweis dafür gibt es jedoch nicht.

Die einzelnen Bachblüten und ihre Wirkungen in Kurzform:

  1. Agrimony: Probleme werden nicht mehr verdrängt, sondern aktiv angegangen.
  2. Aspen: Ängste werden gelindert und Ruhe kehrt ein.
  3. Beech: für mehr Selbstvertrauen und gegenseitige Toleranz
  4. Centaury: für mehr Selbstbehauptung, gegen Ausnutzen durch andere Menschen.
  5. Cerato: Für einen klaren Kopf und mehr Entscheidungskraft.
  6. Cherry Plum: gegen Selbstzweifel und innere Zerrissenheit.
  7. Chestnut Bud: schafft mehr Konzentration und Lernfähigkeit.
  8. Chicory: Die Konzentration auf das eigene Ich wird gefördert.
  9. Clematis: verankert Sie in der Realität und hilft gegen Fluchten in eine Phantasiewelt.
  10. Crap Apple: beseitigt Ekel und Unsauberkeitsgefühle.
  11. Elm: Sie finden Ihre innere Mitte und erlangen mehr Ruhe.
  12. Gentian: fördert Durchhaltevermögen, Mut und Selbstvertrauen.
  13. Gorse: wirkungsvoll gegen Depressionen und Existenzängste.
  14. Heather: gegen Narzissmus, übertriebene Eitelkeit und ein übersteigertes Geltungsbedürfnis.
  15. Holly: hilft bei Schuldgefühlen, Neid, Hass gegen sich selbst oder andere Menschen.
  16. Honeysuckle: Die Blüte zur Vergangenheitsbewältigung, für mehr Verankerung im Hier und Jetzt.
  17. Hornbeam: gegen körperliche und seelische Erschöpfung und Schwäche.
  18. Impatiens: gegen Nervosität, Ungeduld und Aggressivität.
  19. Larch: stärkt Selbstvertrauen und hilft gegen Ängste und Zweifel.
  20. Mimulus: wirkt allgemein gegen jede Art von Lebensangst.
  21. Mustard: gegen Depressionen, Verzweiflung und Zukunftsängste.
  22. Oak: lässt Sie zur Ruhe kommen, wirkt gegen übertriebenen Ehrgeiz, gut für “Workaholics”.
  23. Olive: gegen körperliche und seelische Erschöpfungszustände.
  24. Pine: wirkt gegen Schuldgefühle, Selbstzweifel und übertriebenen Perfektionsdrang.
  25. Red Chestnut: für Menschen, die zuwenig an sich selbst denken.
  26. Rock Rose: gegen Todesängste, Panik und psychische Spannungszustände.
  27. Rock Water: für mehr Zuversicht, Mut und Lebensfreude.
  28. Scleranthus: für mehr Entscheidungskraft und Mut.
  29. Star of Bethlehem: stärkt die Heilungskräfte, hilft beim Verarbeiten von Verletzungen aller Art.
  30. Sweet Chestnut: gegen Verzweiflung, Ausweglosigkeit und Panik.
  31. Vervain: gut gegen körperliche und psychische Verspannungen und Nervosität.
  32. Vine: hilft bei Eifersucht, Hass, Neid, Sturheit und Intoleranz.
  33. Walnut: hilft, mit Veränderungen und neuen Situationen besser fertig zu werden.
  34. Water Violet: sorgt für mehr Offenheit gegenüber anderen Menschen.
  35. White Chestnut: hilft, in schwierigen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren und die Übersicht zu behalten.
  36. Wild Oat: hilft Ihnen, den Sinn des Lebens zu finden, zeigt Menschen den für sie richtigen Platz im Leben.
  37. Wild Rose: für mehr Aktivität und Unternehmergeist, gegen Lethargie.
  38. Willow: hilft, vergangenes loszulassen und alte Wunden zu heilen.
  39. Rescue: Eine Mischung aus fünf Bachblüten. Einzusetzen bei Notfällen wie schweren Erkrankungen, Unfällen, Schockzuständen, Selbstmordgedanken und völliger Verzweiflung. ACHTUNG: Ersetzt keinen Arzt- oder Krankenhausbesuch!

Müde, kraftlos und erschöpft – das sind typische Anzeichen eines sogenannten Burn-outs (engl. Burn out = ausbrennen, sich verausgaben). Besonders leistungsorientierte Menschen, wie Manager oder Berufssportler, sowie Angehörige sozialer und helfender Berufe, wie Krankenpfleger, Lehrer etc., sind davon betroffen. Zunehmend zeigt sich nun aber auch bei jungen hochbegabten und motivierten Menschen ein erhöhtes Burn-out-Risiko.

Der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger verwendete den Begriff „Burn-out“ im Jahr 1974 erstmals für eine Erklärung, die in der Fachwelt heute vorzugsweise als Erschöpfungssyndrom oder Fatigue (Müdigkeit) bezeichnet wird. Anzeichen sind vor allem Überlastung, ständige Frustration und zu hohe persönliche Erwartungen, auch Schuldgefühle und Versagensängste sind typisch. Wird das Burn-out-Syndrom außerdem von Selbstvorwürfen, Appetitminderung oder gar Selbstmordgedanken begleitet, ist von einer Depression auszugehen. Sie tritt bei mehr als der Hälfte der Betroffenen zusätzlich auf.

Ständig unter Druck

Meist lastet ein starker psychischer Druck schon über mehrere Wochen und Monate auf den Betroffenen – ein Teufelskreis, der keinen Ausweg zu bieten scheint. Als Risikofaktoren gelten eine hohe Arbeitsbelastung, mangelnde Freiräume sowie überhöhte Ansprüche an sich selbst. Einmal aus dem seelischen Gleichgewicht geraten, kann sich der Zustand von Hilflosigkeit und Ohnmacht bis hin zur völligen Selbstaufgabe steigern. Neben Energielosigkeit, Schwäche und mangelndem Antrieb zeigen sich auf körperlicher Ebene unter anderem häufig schmerzhafte Muskelverspannungen an Nacken und Schulter, Spannungskopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und unbestimmte Herz- bzw. Brustbeschwerden. Schlagen die verzweifelten Selbstversuche sich „zusammenreißen“ und zu Aktivitäten „aufzuraffen“ fehl, folgt die anschließend eine umso größere Phase der Frustration mit totaler Resignation. Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Angstgefühle, Gereiztheit, herabgesetzte Konzentration und Libidoverlust sind nicht selten die Folge.

Aussichten und Auswege

Rund 15 Prozent der Deutschen, so heißt es, haben einmal im Leben über einen längeren Zeitraum Beschwerden eines Burn-outs an sich erfahren. Dabei ist es für die Betroffenen in der akuten Krankheitsphase geradezu symptomatisch, dass sie selbst kaum wirksame Lösungswege erkennen können. Doch außer einer medikamentösen Behandlung nach Maßgabe des Facharztes gibt es durchaus weitere effektive Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten. Hierzu zählen Methoden der Verhaltenstherapie (VT), psychotherapeutische und auch psycho-dynamische Verfahren. Dabei ist es vom Einzelfall abhängig, ob die Bewältigung der Krankheit im Rahmen einer Einzel- oder Gruppentherapie sinnvoll ist. Eine Therapie in der Gruppe bietet dabei den Vorteil und die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen im Sinne der Selbsthilfe auszutauschen zu können. Gegenseitiges Verständnis kann für den Einzelnen, der in seiner beruflichen und familiären Umgebung oft auch Ablehnung stößt, eine enorme emotionale Unterstützung bedeuten und die Genesung vorantreiben.

Mit dem PC verhält es sich wie mit dem WG-Zimmer:
Beides muss man ab und zu ausmisten. Verhauene Seminarreferate, Videoclips der Ex-Lieblingsband und misslungene Bilder von der letzten Party machen nicht nur die Festplatte voll, sondern bremsen auch den Rechner aus. Wenn du hier aufräumen möchtest, kannst du Hilfe gebrauchen, denn die Suche nach den größten Speicherfressern gleicht sprichwörtlich der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Die clevere Lösung:
Praktische und vor allem kostenlose Festplattenschrubber.

Statt im Explorer mühsam jeden einzelnen Ordner nach großen Dateien zu durchsuchen, kannst Du diese Arbeit dem Gratistool JDiskReport überlassen.

Es analysiert deine Festplatte und zeigt nach drei Mausklicks an, wo die dicksten Speicherfresser liegen: Im Tortendiagramm wird präsentiert, wie sich deine Daten auf Ordner, Formate oder Größe verteilen. Verschiedene Listen zeigen die 50 größten, neuesten oder ältesten Dateien eines Ordners. So erkennst Du auf einen Blick, welche Dateien auf der Festplatte verstauben und gelöscht werden können.

Die Freeware AllDup ist der Spürhund für doppelte und deshalb überflüssige Dateien. Das kleine Tool durchsucht Ordner, Festplatten oder ganze Netzwerke nach Duplikaten.

Selbst inhaltlich identische Dateien mit unterschiedlichen Namen gehen AllDup nicht durch die Lappen: Mit jeder inhaltlichen Vergleichsmethode werden Dateien Byte für Byte überprüft. Dank des eingebauten Dateifilters lassen sich gezielt Ordner, Dateien oder Dateitypen ein- oder ausschließen. Zum Löschen stehen dir dann mehrere Löschfunktionen zur Verfügung: Ein unwiderrufliches Löschen, dass automatische Verschieben in den Papierkorb oder das Sichern in einem Backup-Ordner.

Sogar acht Stunden pro Tag. Doch dadurch dass sie Säugetiere sind und Luft atmen müssen, verwenden sie eine sehr eigenständige Schlaftechnik. Die Hirnhälften wechseln sich beim Schlafen alle zwei Stunden ab, damit der Delphin nicht vergisst zu atmen. Die aktive Hirnhälfte achtet in einer Art Dämmerzustand auf mögliche Feinde, Hindernisse, rechtzeitiges Atmen und sichert der schlafenden Hirnhälfte somit ihren Schlaf.

Gerade war noch Sommer und jetzt schon an Winterreifen denken? Doch leider schwächelt der Altweibersommer in diesem Jahr, sodass schon jetzt nachts und vor allem am Morgen auf dem Weg zur Arbeit teilweise Temperaturen um den Gefrierpunkt erreicht werden. In solchen Fällen gilt ganz klar für jeden sicherheits- und verantwortungsbewussten Autofahrer: Winterreifen drauf!

Denn Winterreifen verbessern nicht erst bei Eis und Schnee das Fahrverhalten des Autos. Bereits bei Temperaturen ab sieben Grad plus bewirken sie einen deutlichen Sicherheitsgewinn gegenüber Sommerreifen, zu Beispiel was kürzere Bremswege anbelangt, da schon bei trockener oder nasser Fahrbahn ohne Eis und Schnee mit einem längeren Bremsweg gerechnet werden muss. Hinzu kommt, das bereits ab sieben Grad die Gummimischung von Sommerreifen härter wird und sich der Fahrbahnkontakt dadurch verschlechtert. Zusätzliches Risiko entsteht schließlich durch rutschiges Laub oder nasse Fahrbahnen, die den sicheren Halt auf der Straße besonders in Kurven und Waldstücken beeinträchtigen.

Außerdem sorgt der rechtzeitige Reifenwechsel dafür, dass die Sommerreifen auch im nächsten Jahr noch fit sind, da das Fahren mit ihnen bei unter sieben Grad plus für einen erhöhten Abrieb von 10-20 Prozent sorgt und sie damit weniger Laufleistung erbringen können. Winterreifen hingegen bleiben auch bei Minusgraden flexibel und haben so nicht nur bei Eis und Schnee mehr „Grip“. Entkräftet werden kann übrigens dabei die Befürchtung vieler Autofahrer, Winterreifens seien auf trockener Fahrbahn ihm Nachteil dank der heutigen Hightech Reifen.

Wer nicht bis zu ersten Frosteinsatz wartet, sondern zeitig einen Termin für den Wintercheck und das Aufziehen der Winterreifen vereinbart, kann nicht nur Rutschpartien oder Schlimmeres vermeiden, sondern erspart sich längere Wartezeiten bei der Werkstatt und kann sicher sein, dass der Reifenhändler noch eine große Auswahl an Reifentypen und –größten auf Lager hat, während beim Wintereinbruch unter Umständen längere Lieferzeiten entstehen. Sollten die Winterreifen des letzten Jahres noch in der Garage stehen, gilt es, vor der Fahrt die Profiltiefe zu kontrollieren: Unter 4 mm ist ein sicheres Anfahren und Bremsen auf Schnee nicht mehr gewährleistet und nach vier Jahren sind nach einheiliger Expertenmeinung neue „Winterschuhe“ fürs Auto angesagt. Derart gut gerüstet steht dann dem Fahrspaß im Winternichts mehr im Wege!

Zeige- und Mittelfinger in die Höhe gestreckt bedeuten: “Ich gebe nicht auf”. Doch woher kommt die Geste? Das Victory-Zeichen entstand im Mittelalter im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England im 14. und 15 Jahrhundert. Wegen ihrer Treffsicherheit waren die britischen Bogenschützen gefürchtet. Bekamen die Franzosen einen Briten zu fassen, sorgten sie dafür, dass der nie mehr einen Bogen spannt. Doch die Briten hatten sehr viele Schützen mit sehr intakten Fingern. Und diese bekamen die armen Franzosen zu spüren und zu sehen. Das Victory Zeichen ist demnach eine Art mittelalterlicher „Stinkefinger“.

In der klinischen Praxis werden meist folgende Formen von Autismus unterschieden:

1. Frühkindlicher Autismus
2. Atypischer Autismus
3. Asperger Syndrom (AS)

Geprägt wurde der Begriff Autismus durch den Psychiater Eugen Bleuler. Ein Grundsymptom der Schizophreniedie Zurückgezogenheit in die innere Gedankenwelt nannte er Autismus. Der Psychiater Leo Kanner und Kinderarzt Hans Asperger nahmen diesen Begriff unabhängig voneinander auf und benannten so ein Störungsbild eigener Art. Im Unterschied zu Menschen mit Schizophrenie, die sich aktiv in ihr Inneres zurückziehen, beschrieben Kanner und Asperger jeweils Menschen, die von Geburt an in einem Zustand der inneren Zurückgezogenheit leben. Damit unterlag der Begriff „Autismus“ einem Bedeutungswandel. Heutzutage wird der Begriff „Autismus“ zur Bezeichnung des von Kanner und Asperger beschriebenen Störungsbildes gebraucht.

Oft bleibt Autismus undiagnostiziert. Die Ausprägungen der Symptome sind außerdem ganz individuell, so dass eindeutige Diagnosen schwierig sind. Autismus ist unter anderem gekennzeichnet durch eine tiefgreifende Beziehungs- und Kommunikationsstörung, die die Betroffenen unfähig macht, zu anderen Personen, selbst zu den eigenen Eltern, ein normales Verhältnis herzustellen.

Kinder mit Autismus können zunächst keine Geste, kein Lächeln und kein Wort verstehen. Sie vermeiden Blick- und Körperkontakt und wirken wie taub.

Sie ziehen sich zurück, kapseln sich “autistisch” ab – daher der Name!

Sie bestehen zwanghaft auf ganz bestimmte Ordnungen oder können ihre Eltern zur Verzweiflung bringen durch exzessives Sammeln diverser Gegenstände, durch ihre Weigerung, besondere Kleidung zu tragen, oder durch Wiederholung der immer selben Verhaltensweisen oder sprachlichen Äußerungen.

Aspies mögen keinen Blickkontakt mit Menschen und sie neigen zum Hyperfocusing. Wenn man sich im Straßenverkehr lediglich auf seine eigenen Füße konzentriert, ist das gefährlich. Wenn man jedoch ein Projekt genauso hartnäckig fokussiert, kann etwas Geniales dabei herauskommen. Weder Funktion noch Form interessiert sie, sondern lediglich, wie etwas gemacht ist.

Generell befinden sich Autisten im normalen bis überdurchschnittlichen IQSpektrum. Natürlich gibt es unter ihnen auch Mehrfach- Behinderte, bei denen eine Intelligenzminderung vorkommen kann.

Viel häufiger wird die Intelligenz von Autisten, egal wo sie im Spektrum liegen, jedoch unterschätzt. Aufgrund ihrer Schwierigkeiten, die Gedankengänge auch nach außen hin auszudrücken oder weil ihre Gedanken ohnehin von vornherein in anderen Bahnen verlaufen.

Anders, aber auf keinen Fall falsch oder dumm, denn nur die Fähigkeit gängige Bahnen zu verlassen, führt zu neuen Entwicklungen und genialen Ideen.

Die Erwartungshaltung, dass ein Autist gleichzeitig ein kleines Genie sein muss, ist eines der positiven Vorurteile im Vergleich zu den geläufigsten Meinungen, welche Dinge ein Autist nicht lernen kann. Jedoch baut sie einen ungeheuren Erwartungsdruck auf, unter dem ein ohnehin schon hochsensibler Autist zusammenbrechen kann. Dies gilt natürlich insbesondere für diejenigen, deren Begabung unter dem Durchschnitt liegt; die gibt es unter Autisten ebenso wie unter der Normalbevölkerung.

In der Arbeitswelt gibt es Bereiche, in denen sich Autisten ganz gut zurecht finden. Eine leichte Form des Autismus kann sogar durchaus als adaptiv gelten. Jedoch sind mit Autismus immer gewisse Schwierigkeiten verbunden, die es selbst einem begabten Autisten oftmals schwer machen, seine Talente produktiv in die Gesellschaft einzubringen, da sich die Interessen von Autisten meist auf bestimmte Gebiete begrenzen. Dennoch besitzen manche von ihnen, auf dem Gebiet ihres besonderen Interesses, außergewöhnliche Fähigkeiten, wie im Kopfrechnen, Zeichnen, in der Musik oder in der Merkfähigkeit. Man spricht dann von einer Inselbegabung (Savant Syndrom), und die, die sie haben, nennt man Autistic Savants. Sie können sich eventuell nicht alleine anziehen, kennen aber komplette Telefonbücher sowie Lexika auswendig.

Zur Zeit sind weltweit etwa 100 Menschen mit Savant-Syndrom bekannt.

Kim Peek kennt angeblich mehr als 12.000 Bücher auswendig, weiß von jeder US-amerikanische Stadt die Postleitzahl, Vorwahl und den Highway, der dorthin führt. Er ist die lebende Vorlage des „Rain Man“, für dessen Darstellung Dustin Hoffman einen Oscar bekam.

Tony De- Blois kann auf dem Klavier etwa 8000 Stücke spielen.

Matt Savage war ein seltsames Kind. Bis er vier war durfte ihn nicht einmal seine Mutter anfassen. Beim kleinsten Geräusch bekam er Schreikrämpfe. Er hat sich mit sechs Jahren mehr oder weniger über Nacht das Klavierspielen selbst beigebracht und begann mit sieben Jahren zu komponieren. Im selben Jahr brachte seine erste CD heraus.

Stephen Wiltshire Die “lebende Kamera”

Der Londoner, ebenfalls als autistisches Kind diagnostiziert, fliegt für die TV-Doku “Expedition ins Gehirn” knapp 45 Minuten lang mit einem Helikopter über Rom. Anschließend mal er ein 5 Meter langes detailgetreues Luftbild-Panorama der „ewigen Stadt“ aus dem Gedächtnis. Stephen ist ein Zeichen-Savant, dem ein ähnliches Kunststück schon in seiner Heimatstadt London gelungen ist

Mein bester Freund hat mich mal wieder auf das Übelste belogen. Wenn er das noch ein einziges Mal macht, werde ich ihm einen Denkzettel verpassen.

Wir schreiben das 15. Jahrhundert. Der Briefträger bringt eine schlechte Nachricht, natürlich vom Gericht. Es ist vergleichbar mit unserer heutigen Vorladung.

Damit er den Termin nicht vergisst, bekam der Angeklagte einen “Gedenkzettel” welcher abgekürzt heute als “Denkzettel” bekannt ist.

Allgemein
Schlangen sind faszinierende Tiere, von daher verwundert es nicht, dass sich immer mehr Menschen für die Haltung von Schlangen als Haustier interessieren. Wie bei eigentlich allen Haustieren, versteht es sich von selbst, dass man sich vor der Anschaffung umfassend über die Haltungsbedingungen informiert, um entscheiden zu können ob dieses auch das geeignete Haustier für mich ist.

Weltweit gibt es rund 2700 Schlangenarten. Hauptsächlich werden die ungiftigen Nattern, sowie Riesenschlangen, wie Pythons und Boas in Terrarien gepflegt. Die Haltung von Giftschlangen sollte nur wirklich sehr erfahrenem Schlangenhaltern vorbehalten sein. Für welche Art man sich letztendlich entscheidet hängt aber von jedem selbst ab. Die Größe der Schlangen, welche in Terrarien gehalten werden ist recht unterschiedlich und  beginnt je nach Art bei etwa 20cm. Manche Arten können auch im Terrarium eine Länge von bis zu 6m erreichen. Hierbei ist es wichtig eine angemessene Unterbringung anzubieten, damit sich das Tier wohlfühlt. Zudem muss man bedenken, dass eine Schlange kein Tier, das man zum streicheln oder spielen aus den Terrarium rausnehmen sollte.

Schlangen sind Reptilien, die ihr Leben lang wachsen. Da die Haut nicht mitwächst, wird diese regelmäßig abgestreift. Eine Häutung findet in unterschiedlichen Abständen statt, je älter die Schlange wird umso langsamer wächst sie und dementsprechend seltener häutet sie sich. Schlangen können in Gefangenschaft recht alt werden. Es gibt Berichte wonach einige Riesenschlangenarten ein Alter von 40 Jahren erreicht haben. Auch das sollte jedem Schlangenpfleger in Spe bewusst sein.

Des Weiteren sollte man sich auch Gedanken um den Artenschutz machen. Einige Arten stehen auf der internationalen Artenschutzliste und dürfen nur mit einer CITES Bescheinigung erworben und gehalten werden. Jedes gutgeführte  Zoofachgeschäft oder ein Terraristikfachhandel wird Sie beim Kauf einer Schlange auf die CITES hinweisen. Auch sollten Sie vorm Kauf so genannter „Farmzuchten“ Abstand nehmen, da es sich nicht wie der Name vielleicht Glauben machen möchte um einen Zuchtbetrieb handelt, sondern werden hier meist wildlebende schwangere Weibchen eingefangen.

Der Kauf von Wildfängen ist aus Tierschutzgründen abzulehnen.

Haltung
Je nach Größe und Art braucht eine Schlange bestimmte Vorraussetzungen um sich Artgerecht zu entwickeln. In jedem Zoofachgeschäft erhalten Sie entsprechende Terrarien. Die Mindestgröße eines Terrariums für 2 Schlangen kann man mit der Formel  1,0×0,5×0,75(LxHxB) bezogen auf die Länge des Tieres errechnen.  Man sollte bei Jungtieren nie ein zu kleines Terrarium kaufen, da diese sich öfters Häuten und damit auch schnell „aus dem Terrarium herauswachsen“. Wenn sie Handwerklich begabt sind, können sie aus Holz artgerechte Terrarien auch selber  bauen.

Holzterrarien eignen sich besonders gut, da sie die Wärme besser halten als Glasterrarien.

Zu jedem Terrarium gehört noch vieles was man beachten muss, bevor die Schlange ihr neues Heim bezieht:

  • der Bodengrund

Hängt von der Art der Schlange ab. Borkenstreu wird gern genommen, da es pflegeleicht ist und eine gute Wärmeleitfähigkeit hat. Terrarienerde ist bei feuchtigkeitsliebenden Schlangen und Regenwaldbewohnern ein beliebter Bodengrund. Rindenmulch (Steril) ist gut geeignet für Kletternattern und Riesenschlangen. Sand ist nur für Wüstenbewohner gut. Kleintierstreu kann auch verwendet werden, es ist praktisch und kostengünstig für Boa- und Pythonarten, da diese sich gut darin vergraben können.

  • Beleuchtung und Beheizung

Ein Terrarium wird von oben Beleuchtet und unten gewärmt. Je nach Art der Schlange muss man beides kombinieren. Die Bodenwärme wird über ein hochwertiges Thermostat kontrolliert und kann entweder über eine Heizmatte oder ein Heizkabel gewährleistet werden. Für die Beleuchtung reicht eine 40-60 Watt Glühbirne mit Reflektor aus. Die Schlange darf nie im direkten Kontakt zur der Glühbirne kommen, da sie sich verbrennen würde. Die Zimmertemperatur, in welchem das Terrarium steht, darf nicht unter 22°C sinken.

  • Luftfeuchtigkeit

Hierfür gibt es keine pauschale Antwort, da es hier vom Tier zu Tier unterschiede gibt. Erst mit der Zeit entwickelt jeder Schlangenhalter ein Feingefühl für die Aufrechterhaltung der Luftfeuchtigkeit im Terrarium.

  • Die Inneneinrichtung,

Bleibt jedem selbst überlassen. Aber auch hier muss man einiges beachten. Die Schlange braucht Versteckplatz, Kletteräste, Wasserbecken erhöhte Liegeplätze und ggf. Pflanzen. Hier besonders auf ungiftige Verarbeitung achten, sowie keine scharfkantigen Materialien verwenden. Pflanzen sollten unbehandelt und ungiftig sein und keine scharfen Blätter besitzen.
Liegen die Schlangen ungewohnt oft im oder unterm Wassernapf ist, ist das nicht selten ein Zeichen für Unwohlsein. Hierbei sollten Sie die Schlange beobachten, um die Ursache des Unwohlseins heraus zu finden.

Die Zusammenhaltung  mehrerer Schlangen verschiedener Arten ist nicht unbedingt ratsam und  nur unter Beachtung  verschiedener Faktoren  zu empfehlen.

  • Herkunftsland,
  • Verbreitung (unterschiedliche Temperaturen, feuchtes / trockenes Klima usw.),
  • verschiede Größen
  • ansteckende Krankheiten
  • Parasiten.

Mehrere  Schlangen der gleichen Gattung können in der Regel in einem entsprechenden Terrarium gemeinsam gehalten werden. Man sollte für mehrere Tiere natürlich  ein größeres Terrarium verwenden als nur für ein Tier.

Ernährung
Es gibt natürlich unterschiede der Futterzunahme. Während die Nattern und viele Blindschlangen sich mit Heuschrecken, Grillen und Schaben zufrieden geben, benötigen die Schlangenarten ab etwa 1,5 m feste Nahrung. Dazu zählen Mäuse, Ratten, Kaninchen und andere Nager. In der heutigen Haushaltung von Schlagen wird oft mit Toten Futter gefüttert, dieses nimmt jedoch nicht jede Schlange an. Hierbei sollte jeder prüfen ob er es mit sich vereinbaren kann Meerschweinchen, Hamster oder andere Nager lebendig zu verfüttern .

Dieses muss unter Beobachtung passieren, damit die lebendige Beute die Schlange im seinem Abwehrverhalten nicht verletzt.

Eine Schlange frisst nicht jeden Tag, sie verdaut ihre Beute sehr schnell. Trotz schneller Verdauung können Schlangen längere Zeit ohne erneuter Nahrungsaufnahme überleben. Eine Natter benötigt alle 14 Tage eine Mahlzeit, für eine Boa ist es ausreichend diese alle 3-4 Wochen zu füttern. Hierbei ist es jedoch wichtig auf den Wachstumstatus zu achten. Jungtiere müssen öfters gefüttert werden als erwachsene Tiere!

Wenn die Schlange nicht frisst, kann dies unterschiedliche Ursachen haben:

  • Kurz vor der Häutung wird keine Nahrung mehr aufgenommen
  • Weibchen, die trächtig sind oder sich kurz vor der Eilegung befinden (manche auch während der gesamten Trächtigkeit!)
  • Paarungsbereite Männchen
  • Nicht jedes Tier nimmt tote Nahrung auf, somit ist man gezwungen Lebendfutter anzubieten
  • Winterruhe, ab dem Spätherbst bis zum Frühjahr
  • Temperaturschwankungen im Terrarium
  • Zu helle Beleuchtung, Schlangen sind Nachtaktive Tiere
  • Nicht angemessenes Futter (hierbei verhungert die Schlange lieber als das sie unbekanntes Futter annimmt)

Jede Schlange kann auch von Würmern  befallen sein, dabei wird auch Nahrungsaufnahme reduziert, bzw. trotz Nahrung nimmt die Schlange ab. Eine Untersuchung des Kots durch einen Tierarzt wird Klarheit verschaffen.

Aussehen

Es gibt einfarbige Schlangen, die keinerlei Muster aufweisen (z.B. Blindschlangen, die in Asiatischen Gebiet vorkommen) außerdem gibt es viele verschiedenfarbige mit unterschiedlichen Mustern gezeichnete Schlangen. Viele werden heute zur bestimmten Zeichnung hin gezüchtet, damit sie gut aussehen. Es kommen unter jeder Schlangenart Albinos vor. Diese sind durch ihre Weiße Schuppenfarbe zu erkennen, welche dann mit heller Zeichnung (oft Gelb) zu sehen ist. Es gibt in den USA extreme Farbzüchtungen, für die Liebhaber bis zu mehreren Tausend Euro bezahlen.

Schlangen nehmen ihre Umwelt mit ihren gut ausgeprägten Sinnesorganen wahr. Nur wenige Schlangen können richtig sehen, meist erkennen sie nur ungenaue Umrisse. Der Geruch wird hauptsächlich über die Zunge aufgenommen, welche die außen aufgenommen Duftstoffe an den in Gaumen sitzenden Jakobsonsche Organ weitergeleitet. Dieses Organ verbindet die Zunge mit dem Gehirn und ermöglicht somit die Zuordnung der Duftstoffe. Das Hören ist nicht vergleichbar mit unserem Gehör. Schlangen hören nicht, besitzen trotzdem das Mittelohr. Damit erkennen sie ihre Beute an der Bewegung, die sie durch ausgelöste Vibration auf den Boden (durch Stampfen, Springen, Rascheln) hervorgerufen wird. Das Vibrieren wird von Kieferknochen an das Mittelohr übertragen. Durch ihre Haut nimmt die Schlange jeden Temperaturunterschied wahr. Die Schuppige Haut ist meist glänzend, fließend und warm. Es gibt Arten, welche trockene und stumpfe Schuppen haben. Dies ist von dem Herkunftsland und der Art der Schlange abhängig.

Giftige und ungiftige (Würgeschlangen) Schlangen haben Zähne. Die Zähne sind spitz wie Nadeln und leicht nach innen geneigt. Bei Bissen von ungiftigen Schlangen ergeben sich Hufeisenartige Muster auf der Bissstelle. Bei einem Biss von ungiftigen Schlangen sind außer einer starken Blutung keine Nebenwirkungen zu erwarten. Bei großen Tieren entstehen nach einem Biss jedoch Schnittverletzungsähnliche Wunden. Wenn Sie gebissen werden, sollten  Sie die Wunden sofort desinfizieren! Größere Wunden müssen Fachgerecht von einem Chirurgen behandelt werden.

Eine Giftschlange besitzt in ihren Zähnen ein tödliches Gift für ihre Beute, welches durch das Zubeißen in die Beute gestoßen wird. Die Giftzähne sind größer als alle anderen und befinden sich im vorderen Bereich des Gaumens.

Von den weltweit ca. 400 giftigen Arten können die Bisse von ungefähr 50 einen  Menschen töten.

Wie oben beschrieben, nehmen die Schlangen ihre Beute durch die Vibration auf den Boden auf. Normalerweise sehen wir Menschen eine Giftschlange nicht in ihren freien Lebensraum, weil wir durch die erzeugte Vibration viel zu große Beute für sie darstellen und die Giftschlange sich zurückzieht, bevor ein Mensch ihr zu nahe kommt. Nicht jede Giftschlange flieht.

Hier ein paar Tipps:

  • Niemals eine Schlange in freien Wildbahn anfassen
  • Immer auf ausgewiesenen Wegen bleiben
  • Bei Nacht immer die Strecke beleuchten (Schlangen sind Nachtaktiv)
  • Vorsicht beim aufheben von größeren Gegenständen (Steinen, Holz)
  • Vorsicht beim Klettern, immer erst hinsehen, dann fassen

Giftschlangen sollten wirklich nur von versierten und erfahrenen Schlangenhaltern gepflegt werden.
Sollten Sie trotz aller Vorsichtsmassnahmen gebissen werden, so werden Vergiftungserscheinungen auftreten. Hier gibt es 2 unterschiedliche Komponenten, Neurotoxine und Hämatoxine. Beide Gifte sehen sehr ähnlich aus, sie sind eine trübe, gelbliche bis klare Substanz.

Die Neurotoxine sind klar bis transparent. Dieses Gift wirkt auf das zentrale Nervensystem. Das Opfer erkennt die Auswirkung des Bisses an der Lähmenden Funktion des Gehirnes, welcher hauptsächlich für die Erhaltung von Leberfunktion benötigt wird. Hierbei erstickt das Opfer aufgrund von Lungenversagen, die Lunge bekommt keine Befehle mehr zu arbeiten und stellt ihre Funktion ein.

Die Hämatoxine sind gelb bis orange farbig und in der Regel klebrig. Anders als bei den Neurotoxinen sind die Bissstellen hierbei gut sichtbar, weil sehr starke Ödeme und Schwellungen auftreten. Dazu leidet das Opfer unter sehr starken Schmerzen. Bei diesem Gift versagen mit der Zeit verschiedene Körperfunktionen. Es treten Blutungen aus Mund, Nase und Harn auf, sowie Erbrechen und starker Durchfall. Durch den Blutdruckabfall wird man bewusstlos.

Bei jedem Biss einer unbekannten Schlangenart muss schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Bitte merken Sie sich hierbei genau das Aussehen der Schlange, die Sie gebissen hat, damit Sie diese beim Arzt beschreiben können um das richtige Gegengift schnellstmöglich zu erhalten.

Mit einem wesentlich selbstbewussteren Auftritt ging das neue Audi TT Coupé im September 2006 an den Start. Während der Vorgänger wegen seiner runden Form mit den proportional kleinen Fenstern heute ein wenig langweilig wirkt, hat der Neue viel mehr Pep in die Optik bekommen.

Geduckte, lauernde Haltung

Zwar ist die vertraute Grundform geblieben, aber in wesentlichen Punkten hat der Zweitürer zugelegt: Im Vergleich zum TT von 1998 ist das Coupé 137 Millimeter länger, 78 Millimeter breiter und sechs Millimeter höher geworden. Das ändert die Proportionen und schafft mehr Dynamik. Vor allem der tief gezogene Single-Frame-Grill und die schräg geschnittenen Scheinwerfer geben dem beringten Sportler eine geduckte, lauernde Haltung. Die Seitenlinie zeigt nach wie vor ein klassisches Coupé mit nach hinten abfallendem Dach und spitzwinkligen Seitenfenstern. Der 3.2 V6 rollt serienmäßig auf schicken 17-Zöllern – optional lässt sich das Coupé mit 18- Zoll-Felgen besohlen.

Ausfahrbarer Spoiler

Auch die Rückansicht des schicken Sportlers ist ansehnlicher geworden: Die Endrohre der V6-befeuerten Variante weisen links und rechts auf die Kraft des Wagens hin. Die kleinere Vierzylinder-Motorisierung hat zwei nebeneinander stehende Endrohre auf der linken Seite. Am Heck gibt es einen ausfahrbaren Spoiler, der normalerweise dezent versteckt ist. Erst ab 120 km/h fährt er automatisch aus und bei 80 km/h wieder ein. Verspielte Naturen können aber auch in der Stadt mit ausgefahrenem Spoiler cruisen – per Tastendruck kann der Windabweiser aufgestellt werden.

Zupackende Sportsitze

Im elegant eingerichteten Innenraum gibt es ausgeformte Sportsitze, die Fahrer und Beifahrer zupackend aufnehmen und mehr als ausreichend Seitenhalt bieten. Dass die Sitze zugleich bequem sind, qualifiziert den TT auch als Mobil für längere Strecken. Wohlgemerkt: Für zwei. Zwar gibt es einen Fond und dort auch zwei Sitzmöglichkeiten, aber diese sind wirklich nur als Notsitze zu betrachten. Dafür ist das Piloten-Duo nicht nur bequem, sondern zugleich auch recht luftig untergebracht.

Lenkrad unten abgeflacht

Es gibt genügend Raum für die Schultern, Beine und Arme. Dass das Einsteigen keine zwängende Angelegenheit wird ermöglicht auch das neue, unten abgeflachte Sportlenkrad. Es ist mit Leder bezogen und recht griffig. An den alten TT erinnern noch die runden Luftdüsen. Die vier Rundinstrumente hinter dem Lenkrad sind jetzt in Tuben gefasst und gut ablesbar.

Zwei Motoren zur Wahl

Wahlweise lässt sich der neue TT entweder mit einem Zweiliter-TFSI-Motor mit 200 PS oder einem 3,2-Liter-V6 mit 250 PS ordern. Beide Motorisierungen können mit dem Sechsgang-DSG-Getriebe S tronic oder mit einer knackigen Sechsgang-Handschaltung kombiniert werden. Beide Getriebevarianten sind eine gute Wahl, je nachdem, welche Schalt-Vorlieben der Fahrer hat. Das DSG-Getriebe lässt sich sowohl an Lenkrad-Paddles als auch am Wählhebel manuell bedienen.

Spritziger Vierzylinder

Mit dem 200 PS starken Vierzylinder- Otto ist das kompakte Coupé spritzig motorisiert. Die Maschine hängt satt am Gas, bringt schon bei niedrigen Touren richtig Kraft und animiert zu Zwischenspurts. Der kernige Sound passt zu den sportlichen Ambitionen des TT, Lastwechsel werden mit einem kurzen Röhren aus Richtung Auspuff belohnt. Mit Schaltung flitzt das Coupé in 6,6 Sekunden auf Tempo 100, mit DSG ist es noch zwei hundertstel Sekunden schneller. Beide Getriebevarianten ermöglichen eine Spitze von 240 km/h.

V6: Nicht wesentlich agiler

Wer noch mehr Power will, kann sich für den V6 entscheiden – muss aber nicht, zumindest nicht in puncto Leistung und Agilität. Der große Motor ist ein laufruhiges, kultiviertes Aggregat, dass ruhig noch ein bisschen aggressiver klingen könnte. Der Otto beschleunigt den 1,4 Tonnen schweren Sport-Audi als Schalter in 5,9 Sekunden auf 100 km/h, die DSG-Variante schafft den Spurt gar in 5,7 Sekunden. Beide sind bei 250 km/h abgeregelt. Während bei den Dynamikwerten der Unterschied allerdings nicht zu groß erscheint, sind die Differenzen beim Verbrauch schon beachtlich: Die beiden Zweiliter-Varianten wollen laut Audi jeweils 7,7 Liter Super im Schnitt, der V6 mit DSG verbraucht 9,4 Liter, der Schalter nimmt sich 10,3 Liter.

Kleiner Motor nur mit Frontantrieb

Der 2.0 TFSI wird zum Marktstart nur mit Frontantrieb angeboten, der 3.2 V6 verteilt seine Kraft serienmäßig auf alle vier Räder. Für den normalen Einsatz reicht der Frontantrieb völlig aus, wer häufig schnelle Serpentinenpassagen einlegen will, sollte sich für den Quattro-Antrieb und somit für den großen Motor entscheiden. Als Vierradler liegt der TT noch satter und sicherer auf dem Asphalt. Für ein Sportmobil ist das Audi-Coupé allerdings recht komfortabel abgestimmt und überraschend bequem gefedert.

Ab 31.900 Euro

Der neue Audi TT kostet als 2.0 TFSI mit Handschaltung 31.900 Euro, die Variante mit S Tronic ist für 34.000 Euro zu haben. Als V6 quattro kostet der Ingolstädter Renner 39.900 Euro, als 3.2 S Tronic 42.000 Euro. Zur Serienausstattung aller Varianten gehören das ESP, eine elektronische Differenzialsperre, die Klimaautomatik und die Sportsitze. Der V6 hat zusätzlich Leder-Alcantara-Bezüge für die Sitze und Bi Xenonscheinwerfer ab Werk an Bord. Wer übrigens das Dach für seinen TT abwählen möchte, muss sich noch ein Weilchen gedulden: Die Roadster-Variante wird erst im Frühjahr 2007 auf den Markt kommen.

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