Beiträge in Kategorie: Crazy


Verschwörungen und die geheimen Intrigen, die hinter verschlossenen Türen entstehen, haben die Menschen schon immer fasziniert – und die Hollywood-Industrie lebt mehr oder weniger von dieser Art Geschichten.

Das einzelne Gruppen oder Organisationen die Herrschaft über die Welt, oder zumindest über ein Land, übernehmen, gehört zur Grundschicht unseres paranoiden Bewusstseins.

Der Begriff Verschwörung kommt vom lateinischen Verb coniurare = sich heimlich (durch Eid/Schwur) verbünden. Die heimliche Verbündung dient der Durchführung eines Plans mit entweder selbstsüchtiger verwerflicher Zielsetzung zum Schaden anderer, oder zur Beseitigung von – tatsächlichen oder vermeintlichen – Missständen. Die Zielsetzung einer Verschwörung beruht daher nicht immer auf niederen Motiven. Jedoch basiert sie in jedem Falle auf Täuschung.

AIDS
Das Acquired Immune Deficiency Syndrome, auch besser bekannt als Aids, soll nach Aussage von Jan van Helsing in USLabors geschaffen worden sein, um die Homosexuellen und andere unerwünschte Bevölkerungsgruppen dezent auszurotten. Dass an dieser Vorstellung etwas dran sein könnte, zeigt der in Afrika weit verbreitete Irrglaube, Geschlechtsverkehr mit einer Jungfrau würde gegen Aids helfen.

Laut einer anderen Theorie bieten Kondome keinen Schutz gegen AIDS. Es wird unter anderem argumentiert, dass die Poren im Latex um ein hundertfaches größer wären, als der HI-Virus und dieser somit problemlos durch das Kondom gelangen kann, auch wenn das Ejakulat im Kondom bleibt (ja ne, is klar). Diese Theorie wurde unter anderem auf Weisung des Vatikans von Würdenträgern der katholischen Kirche in afrikanischen Ländern verbreitet. Zum Teil wurde sogar behauptet, dass Kondome mit dem HI-Virus selbst beschichtet seien.

BIELEFELD
Die Bielefeld-Verschwörung ist eine der beliebtesten deutschen Verschwörungstheorien. Verfechter dieser Theorie sind der Ansicht, dass die „so genannte“ Stadt Bielefeld in Wirklichkeit gar nicht existiert. Erstmals erwähnte diese Theorie der deutsche Informatiker Achim Held im Jahre 1994 im Web. Seither kursiert sie als Running Gag im Internet und wurde somit Teil einer Internet Folklore die zur Netz-Kultur gehört. Würde man den Verschwörungstheoretikern glauben schenken, sind die Bilder auf der offiziellen Seite von Bielefeld alle gefälscht, hunderttausend Autos sind extra gekauft worden, um mit dem Kennzeichen „BI“ durchs Land zu fahren. Anscheinend haben SIE auch die Deutsche Post AG in Ihrer Hand, denn auch im PLZ-Buch findet man einen Eintrag für Bielefeld.

Die schrecklichste Maßnahme, die SIE ergriffen haben, ist aber zweifelsohne die Gehirnwäsche, der immer wieder harmlose Menschen unterzogen werden, die dann anschließend auch die Existenz von Bielefeld propagieren. Es verschwinden Menschen, gerade solche, die sich öffentlich für ihr Anzweifeln der Existenz von Bielefeld bekannt waren, nur um dann nach einiger Zeit wieder aufzutauchen und zu behaupten, sie seien in Bielefeld gewesen.

Anhänger dieser Verschwörungstheorie sprechen im Bezug auf die Urheber der Verschwörung grundsätzlich nur von IHNEN oder SIE. Einige vermuten als Urheber der „Bielefeld-Verschwörung“ die CIA, den Mossad oder Außerirdische unter Führung von Ashtar Sheran, die ihr Raumschiff als Universität getarnt haben, also übliche Verdächtige bei Verschwörungstheorien.

Im Gegensatz zu den restlichen Verschwörungstheorien, handelt es sich hier bei der angeblichen „Bielefeld-Verschwörung“ um einen Gag, der lanciert wurde, weil damit eine bestimmte Gruppe Bielefelder Personen mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte. Natürlich ist die Stadt Bielefeld existent, und man sollte dieses Thema als einen Scherz ansehen. (Zumindest sollen wir IHNEN das glauben)

TITANIC

Laut dieser Verschwörungstheorie ist nicht die Titanic, sondern ihr Schwesterschiff, die Olympic, untergegangen. Die gesamte Katastrophe und der Tausch der Schiffe war angeblich ein Versicherungsbetrug, der in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Reederei.

Schon im September 1911 nahm nach dieser Spekulation die Katastrophe ihren Lauf. Damals kollidierte die Olympic mit einem Kriegsschiff und wurde dabei an der Steuerbordseite des Rumpfes sehr schwer beschädigt. Der Liner musste zur Reparatur zurück in die Werft.

Die Titanic lag neben der Olympic in der selben Werft und befand sich noch im Bau. Dort sei es zum Tausch der bauähnlichen Schiffe gekommen. Die Reederei konnte sich die kostspielige Instandsetzung der Olympic nicht leisten und so wurde sie notdürftig geflickt.

Von ganz oben aus der Reederei kam dann der Befehl, die Schiffe Titanic und Olympic zu tauschen. So wechselte man die Namensschilder der Schiffe und einige Bauteile und gab fortan die Olympic als die neue und unsinkbare Titanic aus. Auch der Untergang des Schiffes sei geplant und gewollt gewesen.

HITLERS SUIZID
Adolf Hitler soll sich nicht
, wie allgemein angenommen, am 30. April 1945 im Führerbunker der Reichskanzlei in Berlin, zusammen mit seiner Frau Eva Braun, das Leben genommen haben. Das kurz vorher vermählte Paar soll angeblich zusammen mit weiteren NSGrößen über Italien aus Deutschland geflohen sein und dann bis zu ihrem Tod in einer unterirdischen Stadt (Antarktisstützpunkt 211) in der Antarktis gelebt haben.

KURT COBAIN
Kurt Donald Cobain
(geb. 20 Februar 1967 in Hoquaim bei Aberdeen, Washington; gest. 5 April 1994 in Seattle) erlangte besondere Berühmtheit als Sänger und Gitarrist der Band Nirvana. Bereits wenige Stunden nach Bekanntwerden des Suizids des Musikers entstanden Verschwörungstheorien, die durch gezielte Desinformationen und verkürzte Darstellungen einer vermeintlich Cobain’schen Realität und Alltagswelt einen Mord oder gar einen Auftragsmord am Rockstar beweisen wollten.

Diese entbehrten jedoch entsprechender Beweise, so dass die Staatsanwaltschaft keine weiteren Ermittlungen aufnahm. Die Befürworter der Mordtheorien machen ihre Spekulationen an dem nachgewiesenen Heroingehalt in seinem Blut fest. Er könne danach nicht mehr in der Lage gewesen sein, sich zu erschießen, so die Meinung.

Auch die Tatsache, dass er sich mit einer Schrotflinte erschossen hat, lässt die Verschwörungstheoretiker an der Selbstmordtheorie zweifeln, da man sich bei so einem Suizid doch schon sehr verrenken müsste.

„Seh’n wir uns nicht in dieser Welt, dann seh’n wir uns in Bielefeld.“

Heute kam eine Bewerbung in unser Büro, die Schreibweise ist die Orginale wie in dem Anschreiben und dem Lebenslauf. Schaut es euch an. Was ist mit den so genannten deutschen los. Ich hatte selber Probleme die Rechtschreibung so wiederzugeben.

Bewerbunk um Ausbildung zu SPedition

Sehr geehrter Herr ….. …..

hiermit bewerbe ich mich bei euch für eine Ausbildung zur Spedition. Das Arbeitsamt hat gesagt ich muss etwas finden sonst ist kein Geld. Also ich hab bei ….. Kumpel der gesagt hat dass da ist Spedition ….. ….. Finde ich interessant weil ich mache im moment Import und Export selpstständig.

Ich habe viele Vortbildungen gemacht was sie sehen können auf mein Lebenslauf.

Ich bin ser Motiviert weil ich möchte schnell geld verdienen und als Spedition das geht ganz gut.

Ich denke ich kann sehr schnell lernen und kann Hilfreich sein in ihrer Firma bei importieren und exportieren. Ich bin höflisch, freundig und immer Motiviert viel zu lern. Auch kann ich über Stunden machen weil meine Frauen kochen für mich so ich habe keinen Streß mit Einkäufen.

Über eine Einladunk zu ein Persönliches Gespräch wo ich sie über Zeugen kann mit meinen Argumnenden und Forkentnissen würde ich mich sehr freuen und verbleibe mit Freundlichen Grüßen.

Hochacktungsvoll
….. …..

Ist euch schon aufgefallen, dass einem zur Zeit bei jeder nur denkbaren Möglichkeit das Geld regelrecht mit Greifarmen aus den Taschen gezogen wird?

Unserem Land geht es schlecht, sehr schlecht. In jedem Fall so schlecht, das man an jeder Straßenecke, hinter jeder unbekannten Telefonnummer und bei jeder fremden (oder auch bekannten) Person ungeheuer aufpassen muss, finanziell nicht benachteiligt zu werden.

Beispiel an einer Service-Hotline einer international bekannten Softwarefirma, nennen wir sie „Soft-X“ in Deutschland.

Recht schaffend wie man halt so ist, besorgte ich mir auf dem legalen Weg (Besuch eines Fachhandels mit anschließendem Kauf und Bezahlung des Produktes) ein Exemplar einer neuen Bürosoftware, welche ich so dringend benötigte.

Voller Stolz, kein schwerverbrechender und raubkopierender Illegaldownloader zu sein, öffnete ich daheim so gegen 16.19 Uhr den (verhältnismäßig teuren) Neuerwerb und begann mit dem Studium der „Kurzinfo“ und der daraus resultierenden Installation der Software.

Schon im zweiten Menüpunkt erschien der Hinweis: „Für Fragen zum Produkt, dessen Registrierung, Aktualisierung und weiterführende Informationen nutzen Sie bitte unsere kostenlose Service Line.“

Gut, dachte ich mir, kostenlos ist weniger als nix und Informationen für lau kann man immer brauchen.

Kaum die Nummer gewählt, erzählt mir eine, nicht unangenehme, weibliche Tonbandstimme, dass alle Leitungen (wegen der ungeheuren Beliebtheit des Produktes) belegt sind und ich gerne a) zu einem späteren Zeitpunkt oder b) die technische Hotline anrufen könnte.

Motiviert wählte ich um 16.31 Uhr die zweite Nummer der Firma „Soft-X“ und befand mich dann in der Hölle der automatischen Spracherkennung.

Schon mal mitgemacht? Man fühlt sich ein bisschen wie bei einem freundlichen Stasiverhör. Und das nicht nur wegen der sächselnden Frauenstimme, sondern vor allen Dingen wegen der Vielzahl und Länge der Fragen und der knappen Möglichkeiten zu antworten.

„JA!“, schrie ich in den Hörer und „DREI, nein nicht zwei, DREI!“. Sorgenvolle Blicke von der restlichen Familie trafen mich und einer meinte nur knapp: „Redet man so mit seiner Mutter?“.

„FACHHANDEL“ wollte die Fistelstimme am anderen Ende der Leitung wissen und teilte mir danach mit, das meine Auswahl nicht verstanden werden konnte und ich wieder auf das Anfangsmenü geschaltet werde.

„EINS“, ich begann mit dem Martyrium von vorne. Das nächste „NEIN“ konnte die Maschine wieder nicht verstehen und ich begann aus Protest zu schweigen. Endlose drei Minuten meines Lebens verstrichen, bis mir die (selbstverständlich immer noch freundliche) Stimme mitteilte: „Ihre Auswahl konnte ich nicht verstehen, ich werde sie nun zu einem Mitarbeiter unserer Hotline durchstellen.“

Kolumne Ich sollte tatsächlich in den Genuss kommen mit einem richtigen Menschen zu sprechen (und das nach nur 5 Minuten Quälerei mit einer Maschine) und teilte meine Freude (vollkommen überflüssig) dem Sprachautomaten mit.

So, erstmal die obligatorische Musik, es ist in der Zwischenzeit 16.40 Uhr. Dann, nach ca. 2 Minuten noch mehr Musik. Weitere 60 Sekunden verstrichen und ich dachte mir, der Song muss doch auch mal ein Ende haben und spekulierte welcher Hit von 1974 wohl als nächstes eingespielt wird.

Nach nur insgesamt 5 weiteren Minuten teilte mir eine andere, auch nicht unfreundliche Stimme mit, das leider alle Plätze belegt sind (muss echt beliebt sein das Programm) und ich SOFORT in NUR WENIGEN AUGENBLICKEN mit dem NÄCHSTEN FREIEN MITARBEITER verbunden werde. Im Hintergrund der Bandansage hörte ich Menschen telefonieren und andere Tätigkeiten ausführen, sodass ich ein ruhiges Gefühl breitmachte: DA WIRD GEARBEITET!

Leider wiederholte sich dieses Szenario insgesamt drei Mal und leicht gereizt brüllte ich nach nun mittlerweile fast 20 Minuten vollkommen überflüssigen und vor allen Dingen einseitigen Telefonmonologen „GEHT DA JETZT MAL EINER RANN ODER ICH WERD EUCH vollidioten MEIN TELEFON IN DEN arschscheissen RAMMEN UND DANACH AUF EUREN SCHREIBTISCH scheissen“ in den Hörer und siehe da, eine männliche Stimme meldete sich zu Wort und fragte tatsächlich nach meinem Begehr.

Schnell hatte ich mich gefasst und erklärte in einem kurzen und knappen Satz was ich so alles wollte. „Also Meister, einmal Software registrieren, automatische Aktualisierung anmelden und wenn sie weitere Infos haben dann her damit.“

Der ebenfalls sehr freundliche Mitarbeiter des Call-Centers meinte, zuerst meine persönlichen Daten abgleichen zu müssen und fragte mich geduldig nach meinem Namen, nach der genauen Produktbezeichnung , der 28-stelligen Seriennummer und dem 19-stelligen Aktivierungscode.

Erst als all diese Informationen sorgsam in irgendein fremdes System getippt worden waren, es war nun späte 17.08 Uhr, teilte mir dieser „MENSCH“ mit, das ich dazu doch bitte die Service- Line anrufen soll, hier wäre die technische Hotline.

„Können Sie mich eventuell verbinden“, hauchte ich mit letzter Kraft. „Leider nein, die Kollegen sind nur bis 17.00 Uhr da“, war die (schon fast zu erwartende) Antwort. Er schob noch ein „Probieren Sie es doch morgen ab neun wieder“ hinter her, aber da hatte ich das Gespräch schon geistig beendet und legte anschließend den Hörer auf.

Ich habe das Produkt wieder in den Laden zurückgebracht und umgetauscht.

Das war auch erforderlich, denn irgendwer hat in der Familie am gleichen Tag eine knappe Stunde mit jemandem auf den Fidschi-Inseln telefoniert. Und das Gespräch war fast teurer als die Software…

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