Beiträge in Kategorie: Crazy


Verschwörungen und die geheimen Intrigen, die hinter verschlossenen Türen entstehen, haben die Menschen schon immer fasziniert - und die Hollywood-Industrie lebt mehr oder weniger von dieser Art Geschichten.

Das einzelne Gruppen oder Organisationen die Herrschaft über die Welt, oder zumindest über ein Land, übernehmen, gehört zur Grundschicht unseres paranoiden Bewusstseins.

Der Begriff Verschwörung kommt vom lateinischen Verb coniurare = sich heimlich (durch Eid/Schwur) verbünden. Die heimliche Verbündung dient der Durchführung eines Plans mit entweder selbstsüchtiger verwerflicher Zielsetzung zum Schaden anderer, oder zur Beseitigung von - tatsächlichen oder vermeintlichen - Missständen. Die Zielsetzung einer Verschwörung beruht daher nicht immer auf niederen Motiven. Jedoch basiert sie in jedem Falle auf Täuschung.

AIDS
Das Acquired Immune Deficiency Syndrome, auch besser bekannt als Aids, soll nach Aussage von Jan van Helsing in USLabors geschaffen worden sein, um die Homosexuellen und andere unerwünschte Bevölkerungsgruppen dezent auszurotten. Dass an dieser Vorstellung etwas dran sein könnte, zeigt der in Afrika weit verbreitete Irrglaube, Geschlechtsverkehr mit einer Jungfrau würde gegen Aids helfen.

Laut einer anderen Theorie bieten Kondome keinen Schutz gegen AIDS. Es wird unter anderem argumentiert, dass die Poren im Latex um ein hundertfaches größer wären, als der HI-Virus und dieser somit problemlos durch das Kondom gelangen kann, auch wenn das Ejakulat im Kondom bleibt (ja ne, is klar). Diese Theorie wurde unter anderem auf Weisung des Vatikans von Würdenträgern der katholischen Kirche in afrikanischen Ländern verbreitet. Zum Teil wurde sogar behauptet, dass Kondome mit dem HI-Virus selbst beschichtet seien.

BIELEFELD
Die Bielefeld-Verschwörung ist eine der beliebtesten deutschen Verschwörungstheorien. Verfechter dieser Theorie sind der Ansicht, dass die „so genannte“ Stadt Bielefeld in Wirklichkeit gar nicht existiert. Erstmals erwähnte diese Theorie der deutsche Informatiker Achim Held im Jahre 1994 im Web. Seither kursiert sie als Running Gag im Internet und wurde somit Teil einer Internet Folklore die zur Netz-Kultur gehört. Würde man den Verschwörungstheoretikern glauben schenken, sind die Bilder auf der offiziellen Seite von Bielefeld alle gefälscht, hunderttausend Autos sind extra gekauft worden, um mit dem Kennzeichen „BI“ durchs Land zu fahren. Anscheinend haben SIE auch die Deutsche Post AG in Ihrer Hand, denn auch im PLZ-Buch findet man einen Eintrag für Bielefeld.

Die schrecklichste Maßnahme, die SIE ergriffen haben, ist aber zweifelsohne die Gehirnwäsche, der immer wieder harmlose Menschen unterzogen werden, die dann anschließend auch die Existenz von Bielefeld propagieren. Es verschwinden Menschen, gerade solche, die sich öffentlich für ihr Anzweifeln der Existenz von Bielefeld bekannt waren, nur um dann nach einiger Zeit wieder aufzutauchen und zu behaupten, sie seien in Bielefeld gewesen.

Anhänger dieser Verschwörungstheorie sprechen im Bezug auf die Urheber der Verschwörung grundsätzlich nur von IHNEN oder SIE. Einige vermuten als Urheber der „Bielefeld-Verschwörung“ die CIA, den Mossad oder Außerirdische unter Führung von Ashtar Sheran, die ihr Raumschiff als Universität getarnt haben, also übliche Verdächtige bei Verschwörungstheorien.

Im Gegensatz zu den restlichen Verschwörungstheorien, handelt es sich hier bei der angeblichen „Bielefeld-Verschwörung“ um einen Gag, der lanciert wurde, weil damit eine bestimmte Gruppe Bielefelder Personen mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte. Natürlich ist die Stadt Bielefeld existent, und man sollte dieses Thema als einen Scherz ansehen. (Zumindest sollen wir IHNEN das glauben)

TITANIC

Laut dieser Verschwörungstheorie ist nicht die Titanic, sondern ihr Schwesterschiff, die Olympic, untergegangen. Die gesamte Katastrophe und der Tausch der Schiffe war angeblich ein Versicherungsbetrug, der in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Reederei.

Schon im September 1911 nahm nach dieser Spekulation die Katastrophe ihren Lauf. Damals kollidierte die Olympic mit einem Kriegsschiff und wurde dabei an der Steuerbordseite des Rumpfes sehr schwer beschädigt. Der Liner musste zur Reparatur zurück in die Werft.

Die Titanic lag neben der Olympic in der selben Werft und befand sich noch im Bau. Dort sei es zum Tausch der bauähnlichen Schiffe gekommen. Die Reederei konnte sich die kostspielige Instandsetzung der Olympic nicht leisten und so wurde sie notdürftig geflickt.

Von ganz oben aus der Reederei kam dann der Befehl, die Schiffe Titanic und Olympic zu tauschen. So wechselte man die Namensschilder der Schiffe und einige Bauteile und gab fortan die Olympic als die neue und unsinkbare Titanic aus. Auch der Untergang des Schiffes sei geplant und gewollt gewesen.

HITLERS SUIZID
Adolf Hitler soll sich nicht
, wie allgemein angenommen, am 30. April 1945 im Führerbunker der Reichskanzlei in Berlin, zusammen mit seiner Frau Eva Braun, das Leben genommen haben. Das kurz vorher vermählte Paar soll angeblich zusammen mit weiteren NSGrößen über Italien aus Deutschland geflohen sein und dann bis zu ihrem Tod in einer unterirdischen Stadt (Antarktisstützpunkt 211) in der Antarktis gelebt haben.

KURT COBAIN
Kurt Donald Cobain
(geb. 20 Februar 1967 in Hoquaim bei Aberdeen, Washington; gest. 5 April 1994 in Seattle) erlangte besondere Berühmtheit als Sänger und Gitarrist der Band Nirvana. Bereits wenige Stunden nach Bekanntwerden des Suizids des Musikers entstanden Verschwörungstheorien, die durch gezielte Desinformationen und verkürzte Darstellungen einer vermeintlich Cobain’schen Realität und Alltagswelt einen Mord oder gar einen Auftragsmord am Rockstar beweisen wollten.

Diese entbehrten jedoch entsprechender Beweise, so dass die Staatsanwaltschaft keine weiteren Ermittlungen aufnahm. Die Befürworter der Mordtheorien machen ihre Spekulationen an dem nachgewiesenen Heroingehalt in seinem Blut fest. Er könne danach nicht mehr in der Lage gewesen sein, sich zu erschießen, so die Meinung.

Auch die Tatsache, dass er sich mit einer Schrotflinte erschossen hat, lässt die Verschwörungstheoretiker an der Selbstmordtheorie zweifeln, da man sich bei so einem Suizid doch schon sehr verrenken müsste.

„Seh’n wir uns nicht in dieser Welt, dann seh’n wir uns in Bielefeld.“

Heute kam eine Bewerbung in unser Büro, die Schreibweise ist die Orginale wie in dem Anschreiben und dem Lebenslauf. Schaut es euch an. Was ist mit den so genannten deutschen los. Ich hatte selber Probleme die Rechtschreibung so wiederzugeben.

Bewerbunk um Ausbildung zu SPedition

Sehr geehrter Herr ….. …..

hiermit bewerbe ich mich bei euch für eine Ausbildung zur Spedition. Das Arbeitsamt hat gesagt ich muss etwas finden sonst ist kein Geld. Also ich hab bei ….. Kumpel der gesagt hat dass da ist Spedition ….. ….. Finde ich interessant weil ich mache im moment Import und Export selpstständig.

Ich habe viele Vortbildungen gemacht was sie sehen können auf mein Lebenslauf.

Ich bin ser Motiviert weil ich möchte schnell geld verdienen und als Spedition das geht ganz gut.

Ich denke ich kann sehr schnell lernen und kann Hilfreich sein in ihrer Firma bei importieren und exportieren. Ich bin höflisch, freundig und immer Motiviert viel zu lern. Auch kann ich über Stunden machen weil meine Frauen kochen für mich so ich habe keinen Streß mit Einkäufen.

Über eine Einladunk zu ein Persönliches Gespräch wo ich sie über Zeugen kann mit meinen Argumnenden und Forkentnissen würde ich mich sehr freuen und verbleibe mit Freundlichen Grüßen.

Hochacktungsvoll
….. …..

Ist euch schon aufgefallen, dass einem zur Zeit bei jeder nur denkbaren Möglichkeit das Geld regelrecht mit Greifarmen aus den Taschen gezogen wird?

Unserem Land geht es schlecht, sehr schlecht. In jedem Fall so schlecht, das man an jeder Straßenecke, hinter jeder unbekannten Telefonnummer und bei jeder fremden (oder auch bekannten) Person ungeheuer aufpassen muss, finanziell nicht benachteiligt zu werden.

Beispiel an einer Service-Hotline einer international bekannten Softwarefirma, nennen wir sie „Soft-X“ in Deutschland.

Recht schaffend wie man halt so ist, besorgte ich mir auf dem legalen Weg (Besuch eines Fachhandels mit anschließendem Kauf und Bezahlung des Produktes) ein Exemplar einer neuen Bürosoftware, welche ich so dringend benötigte.

Voller Stolz, kein schwerverbrechender und raubkopierender Illegaldownloader zu sein, öffnete ich daheim so gegen 16.19 Uhr den (verhältnismäßig teuren) Neuerwerb und begann mit dem Studium der „Kurzinfo“ und der daraus resultierenden Installation der Software.

Schon im zweiten Menüpunkt erschien der Hinweis: „Für Fragen zum Produkt, dessen Registrierung, Aktualisierung und weiterführende Informationen nutzen Sie bitte unsere kostenlose Service Line.“

Gut, dachte ich mir, kostenlos ist weniger als nix und Informationen für lau kann man immer brauchen.

Kaum die Nummer gewählt, erzählt mir eine, nicht unangenehme, weibliche Tonbandstimme, dass alle Leitungen (wegen der ungeheuren Beliebtheit des Produktes) belegt sind und ich gerne a) zu einem späteren Zeitpunkt oder b) die technische Hotline anrufen könnte.

Motiviert wählte ich um 16.31 Uhr die zweite Nummer der Firma „Soft-X“ und befand mich dann in der Hölle der automatischen Spracherkennung.

Schon mal mitgemacht? Man fühlt sich ein bisschen wie bei einem freundlichen Stasiverhör. Und das nicht nur wegen der sächselnden Frauenstimme, sondern vor allen Dingen wegen der Vielzahl und Länge der Fragen und der knappen Möglichkeiten zu antworten.

„JA!“, schrie ich in den Hörer und „DREI, nein nicht zwei, DREI!“. Sorgenvolle Blicke von der restlichen Familie trafen mich und einer meinte nur knapp: „Redet man so mit seiner Mutter?“.

„FACHHANDEL“ wollte die Fistelstimme am anderen Ende der Leitung wissen und teilte mir danach mit, das meine Auswahl nicht verstanden werden konnte und ich wieder auf das Anfangsmenü geschaltet werde.

„EINS“, ich begann mit dem Martyrium von vorne. Das nächste „NEIN“ konnte die Maschine wieder nicht verstehen und ich begann aus Protest zu schweigen. Endlose drei Minuten meines Lebens verstrichen, bis mir die (selbstverständlich immer noch freundliche) Stimme mitteilte: „Ihre Auswahl konnte ich nicht verstehen, ich werde sie nun zu einem Mitarbeiter unserer Hotline durchstellen.“

Kolumne Ich sollte tatsächlich in den Genuss kommen mit einem richtigen Menschen zu sprechen (und das nach nur 5 Minuten Quälerei mit einer Maschine) und teilte meine Freude (vollkommen überflüssig) dem Sprachautomaten mit.

So, erstmal die obligatorische Musik, es ist in der Zwischenzeit 16.40 Uhr. Dann, nach ca. 2 Minuten noch mehr Musik. Weitere 60 Sekunden verstrichen und ich dachte mir, der Song muss doch auch mal ein Ende haben und spekulierte welcher Hit von 1974 wohl als nächstes eingespielt wird.

Nach nur insgesamt 5 weiteren Minuten teilte mir eine andere, auch nicht unfreundliche Stimme mit, das leider alle Plätze belegt sind (muss echt beliebt sein das Programm) und ich SOFORT in NUR WENIGEN AUGENBLICKEN mit dem NÄCHSTEN FREIEN MITARBEITER verbunden werde. Im Hintergrund der Bandansage hörte ich Menschen telefonieren und andere Tätigkeiten ausführen, sodass ich ein ruhiges Gefühl breitmachte: DA WIRD GEARBEITET!

Leider wiederholte sich dieses Szenario insgesamt drei Mal und leicht gereizt brüllte ich nach nun mittlerweile fast 20 Minuten vollkommen überflüssigen und vor allen Dingen einseitigen Telefonmonologen „GEHT DA JETZT MAL EINER RANN ODER ICH WERD EUCH vollidioten MEIN TELEFON IN DEN arschscheissen RAMMEN UND DANACH AUF EUREN SCHREIBTISCH scheissen“ in den Hörer und siehe da, eine männliche Stimme meldete sich zu Wort und fragte tatsächlich nach meinem Begehr.

Schnell hatte ich mich gefasst und erklärte in einem kurzen und knappen Satz was ich so alles wollte. „Also Meister, einmal Software registrieren, automatische Aktualisierung anmelden und wenn sie weitere Infos haben dann her damit.“

Der ebenfalls sehr freundliche Mitarbeiter des Call-Centers meinte, zuerst meine persönlichen Daten abgleichen zu müssen und fragte mich geduldig nach meinem Namen, nach der genauen Produktbezeichnung , der 28-stelligen Seriennummer und dem 19-stelligen Aktivierungscode.

Erst als all diese Informationen sorgsam in irgendein fremdes System getippt worden waren, es war nun späte 17.08 Uhr, teilte mir dieser „MENSCH“ mit, das ich dazu doch bitte die Service- Line anrufen soll, hier wäre die technische Hotline.

„Können Sie mich eventuell verbinden“, hauchte ich mit letzter Kraft. „Leider nein, die Kollegen sind nur bis 17.00 Uhr da“, war die (schon fast zu erwartende) Antwort. Er schob noch ein „Probieren Sie es doch morgen ab neun wieder“ hinter her, aber da hatte ich das Gespräch schon geistig beendet und legte anschließend den Hörer auf.

Ich habe das Produkt wieder in den Laden zurückgebracht und umgetauscht.

Das war auch erforderlich, denn irgendwer hat in der Familie am gleichen Tag eine knappe Stunde mit jemandem auf den Fidschi-Inseln telefoniert. Und das Gespräch war fast teurer als die Software…

In der klinischen Praxis werden meist folgende Formen von Autismus unterschieden:

1. Frühkindlicher Autismus
2. Atypischer Autismus
3. Asperger Syndrom (AS)

Geprägt wurde der Begriff Autismus durch den Psychiater Eugen Bleuler. Ein Grundsymptom der Schizophreniedie Zurückgezogenheit in die innere Gedankenwelt nannte er Autismus. Der Psychiater Leo Kanner und Kinderarzt Hans Asperger nahmen diesen Begriff unabhängig voneinander auf und benannten so ein Störungsbild eigener Art. Im Unterschied zu Menschen mit Schizophrenie, die sich aktiv in ihr Inneres zurückziehen, beschrieben Kanner und Asperger jeweils Menschen, die von Geburt an in einem Zustand der inneren Zurückgezogenheit leben. Damit unterlag der Begriff „Autismus“ einem Bedeutungswandel. Heutzutage wird der Begriff „Autismus“ zur Bezeichnung des von Kanner und Asperger beschriebenen Störungsbildes gebraucht.

Oft bleibt Autismus undiagnostiziert. Die Ausprägungen der Symptome sind außerdem ganz individuell, so dass eindeutige Diagnosen schwierig sind. Autismus ist unter anderem gekennzeichnet durch eine tiefgreifende Beziehungs- und Kommunikationsstörung, die die Betroffenen unfähig macht, zu anderen Personen, selbst zu den eigenen Eltern, ein normales Verhältnis herzustellen.

Kinder mit Autismus können zunächst keine Geste, kein Lächeln und kein Wort verstehen. Sie vermeiden Blick- und Körperkontakt und wirken wie taub.

Sie ziehen sich zurück, kapseln sich “autistisch” ab – daher der Name!

Sie bestehen zwanghaft auf ganz bestimmte Ordnungen oder können ihre Eltern zur Verzweiflung bringen durch exzessives Sammeln diverser Gegenstände, durch ihre Weigerung, besondere Kleidung zu tragen, oder durch Wiederholung der immer selben Verhaltensweisen oder sprachlichen Äußerungen.

Aspies mögen keinen Blickkontakt mit Menschen und sie neigen zum Hyperfocusing. Wenn man sich im Straßenverkehr lediglich auf seine eigenen Füße konzentriert, ist das gefährlich. Wenn man jedoch ein Projekt genauso hartnäckig fokussiert, kann etwas Geniales dabei herauskommen. Weder Funktion noch Form interessiert sie, sondern lediglich, wie etwas gemacht ist.

Generell befinden sich Autisten im normalen bis überdurchschnittlichen IQSpektrum. Natürlich gibt es unter ihnen auch Mehrfach- Behinderte, bei denen eine Intelligenzminderung vorkommen kann.

Viel häufiger wird die Intelligenz von Autisten, egal wo sie im Spektrum liegen, jedoch unterschätzt. Aufgrund ihrer Schwierigkeiten, die Gedankengänge auch nach außen hin auszudrücken oder weil ihre Gedanken ohnehin von vornherein in anderen Bahnen verlaufen.

Anders, aber auf keinen Fall falsch oder dumm, denn nur die Fähigkeit gängige Bahnen zu verlassen, führt zu neuen Entwicklungen und genialen Ideen.

Die Erwartungshaltung, dass ein Autist gleichzeitig ein kleines Genie sein muss, ist eines der positiven Vorurteile im Vergleich zu den geläufigsten Meinungen, welche Dinge ein Autist nicht lernen kann. Jedoch baut sie einen ungeheuren Erwartungsdruck auf, unter dem ein ohnehin schon hochsensibler Autist zusammenbrechen kann. Dies gilt natürlich insbesondere für diejenigen, deren Begabung unter dem Durchschnitt liegt; die gibt es unter Autisten ebenso wie unter der Normalbevölkerung.

In der Arbeitswelt gibt es Bereiche, in denen sich Autisten ganz gut zurecht finden. Eine leichte Form des Autismus kann sogar durchaus als adaptiv gelten. Jedoch sind mit Autismus immer gewisse Schwierigkeiten verbunden, die es selbst einem begabten Autisten oftmals schwer machen, seine Talente produktiv in die Gesellschaft einzubringen, da sich die Interessen von Autisten meist auf bestimmte Gebiete begrenzen. Dennoch besitzen manche von ihnen, auf dem Gebiet ihres besonderen Interesses, außergewöhnliche Fähigkeiten, wie im Kopfrechnen, Zeichnen, in der Musik oder in der Merkfähigkeit. Man spricht dann von einer Inselbegabung (Savant Syndrom), und die, die sie haben, nennt man Autistic Savants. Sie können sich eventuell nicht alleine anziehen, kennen aber komplette Telefonbücher sowie Lexika auswendig.

Zur Zeit sind weltweit etwa 100 Menschen mit Savant-Syndrom bekannt.

Kim Peek kennt angeblich mehr als 12.000 Bücher auswendig, weiß von jeder US-amerikanische Stadt die Postleitzahl, Vorwahl und den Highway, der dorthin führt. Er ist die lebende Vorlage des „Rain Man“, für dessen Darstellung Dustin Hoffman einen Oscar bekam.

Tony De- Blois kann auf dem Klavier etwa 8000 Stücke spielen.

Matt Savage war ein seltsames Kind. Bis er vier war durfte ihn nicht einmal seine Mutter anfassen. Beim kleinsten Geräusch bekam er Schreikrämpfe. Er hat sich mit sechs Jahren mehr oder weniger über Nacht das Klavierspielen selbst beigebracht und begann mit sieben Jahren zu komponieren. Im selben Jahr brachte seine erste CD heraus.

Stephen Wiltshire Die “lebende Kamera”

Der Londoner, ebenfalls als autistisches Kind diagnostiziert, fliegt für die TV-Doku “Expedition ins Gehirn” knapp 45 Minuten lang mit einem Helikopter über Rom. Anschließend mal er ein 5 Meter langes detailgetreues Luftbild-Panorama der „ewigen Stadt“ aus dem Gedächtnis. Stephen ist ein Zeichen-Savant, dem ein ähnliches Kunststück schon in seiner Heimatstadt London gelungen ist

YouTube [‘ju:.tju:b] ist eine im Februar 2005 von den drei ehemaligen Paypal Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim gegründete Website, auf der die Benutzer Video-Clips ansehen und hochladen können. Am 9. Oktober 2006 gab Google die Übernahme von YouTube bekannt. Zu einem Preis von 1,6 Milliarden US-Dollar!

Die Macher von YouTube.com, ihre Geschichte, die Hintergründe und der in der Geschichte fast einmalige Milliarden- Deal mit Google hier im Infohammer.

Die Geschichte beginnt nicht, wie schon so viele vor ihr, im gelobten Land, dem Silicon- Valley, sondern hat ihren Ursprung in Deutschland.

Hier hatte der 1979 in Merseburg geborene Jawed Karim Anfang 2005 die Idee zu dem weltweit führenden Videoportal. Der junge Deutsche tüftelte mit Firmengründer Steve Chen (27) eine Möglichkeit aus, wie sich Videos schneller und leichter ins Netz stellen lassen.

Als er an Paypal (ein Bezahlsystem im Internet) arbeitete, lernte er auch Chad Hurley (29) über Steve Chen kennen. Die drei gründeten später zusammen die Video-Internetseite YouTube.

Karim verließ YouTube während der Wachstumsphase, soll aber nach wie vor einer der größten Anteilseigner an dem Unternehmen sein.

Der Aufbau des Unternehmens YouTube.com wurde im November 2005 stark vorangetrieben. YouTube erhielt 3,5 Millionen US-Dollar vom Silicon Valley Risikokapitalgeber Sequoia Capital, der auch Google bei der Anfangsfinanzierung geholfen hatte.

Im April 2006 bekam die junge Firma weitere 8 Mio. US-Dollar von Sequoia.

Man bedenke, das YouTube.com zwar 67 Mitarbeiter zu der damaligen Zeit hatte, aber weder große Umsätze schrieb, noch Gewinn abwarf. Trotzdem stieg die Bewertung von YouTube von 600 Mio. US-Dollar im Frühjahr 2006 auf 1,5 Milliarden US-Dollar im Herbst des Jahres.

Im Oktober 2006 trafen sich die Google Herrscher Eric Schmitt und Larry Page in einem unscheinbarem Ketten-Restaurant der Marke „Dennys“ mit den beiden YouTube Gründern Chad Hurley und Steve Chen und machten den beiden das unvorstellbare Angebot in Höhe von 1,65 Milliarden zum Kauf ihrer Firma und um damit Internet Geschichte zu schreiben.

Chad und Steve blieben dabei so cool, dass diese sich sogar zwei Tage Bedenkzeit ausbaten. Erst die Zusage, YouTube. com innerhalb des Google Konzerns mit größtmöglicher Autonomie weiter führen zu dürfen, gab den Ausschlag, und Hurley und Chen schlugen ein.

Laut einem Bericht der Zeitung New York Post waren auch Gesellschaften wie Viacom, Disney, AOL, eBay und Rupert Murdochs News Corp. – die Muttergesellschaft der New York Post – an einem Kauf von YouTube interessiert. Murdochs Medienimperium hat im Jahre 2005 durch den Kauf des Portals MySpace für 580 Mio. US-Dollar einen neuen Internet-Kaufrausch eingeläutet.

Am 9. Oktober 2006 war es dann soweit. YouTube.Com wurde vom Suchmaschinenbetreiber Google für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro (in Aktien) gekauft. Die Marke YouTube soll weiterhin bestehen bleiben, der Betrieb mit 67 Mitarbeitern – darunter die Gründer Chad Hurley und Steve Chen – wird die Geschäfte vorerst unabhängig weiterführen. Die Übernahme des noch defizitären Unternehmens ist der teuerste Zukauf in Googles Firmengeschichte und die bislang höchste Bewertung eines Internetdienstes, der auf der Beteiligung von Benutzern basiert.

Der Geldsegen trifft alle, nicht nur das Unternehmen. YouTube.com ist dadurch für alle Zeiten saniert und die beiden aktiven Gründungsmitglieder kassieren jeder bis zu 250 Millionen Dollar. Ihr Freund und Ex-Partner Karim bekommt immerhin noch 100 Millionen. Aber das größte Stück des Google Kuchens bekommt der clevere Kapitalgeber Sequoia. Insgesamt über 550 Millionen Dollar werden dort verbucht.

Und das, obwohl Chen und Hurley gar nicht verkaufen wollten. Noch im September gaben sie frech in der „New York Times“ bekannt: “Wir denken gar nicht daran, uns kaufen zu lassen oder an die Börse zu gehen.“

Was ist YouTube. com?

YouTube.com ist ein Internetportal für Down- und Upload von Videoclips, egal welchen Ursprungs.

Auf der Website findet man Film- und Fernsehausschnitte, Musikvideos sowie selbstgedrehte Filme. Sogenannte „Video-Feeds“ können in Blogs gepostet, aber auch einfach auf Webseiten über eine Programmierschnittstelle (API) eingebunden werden. Mit einem geschätzten Anteil von 45 Prozent ist YouTube der populärste Dienst dieser Art.

Welche Technik wird bei YouTube.Com verwendet?

YouTube verwendet das Flash-Video-Format (*.flv). Die Videos können online als Stream im Webbrowser betrachtet oder lokal gespeichert und mit FLV-fähigen Softwareplayern abgespielt werden. Zum Betrachten der Videos im Webbrowser ist die Installation des Adobe-Flash-Plugins erforderlich.

Zum lokalen Speichern der Videos können clientbasierte Lösungen oder Server basierte Dienste verwendet werden. Auch einfaches Sichern der Videos durch das Kopieren temporärer Dateien ist möglich.

Beispiele für FLV-kompatible Softwareplayer unter Windows sind der Media Player Classic (mit FFDShow Filter), der VLC Media Player, der mplayer und der für ausschließlich .flv-Dateien ausgelegte FLV Player.

Videos können in verschiedenen Formaten (AVI, MPEG, WMV oder Quicktime) zu YouTube hochgeladen werden. Die Clips dürfen eine Größe von 100 MB oder 10 Minuten nicht überschreiten und werden vor der Weiterverbreitung von YouTube in das Flash-Video-Format konvertiert. Empfohlen wird eine Videoauflösung von 320×240 Pixeln. Videos höherer Auflösung werden bei der Konvertierung in das Flash-Video-Format herunterskaliert.

Wer nutzt YouTube.com?

Eigentlich jeder, der mit Videos zu tun hat.

Täglich werden etwa 65.000 neue Videos hochgeladen und 100 Millionen Clips angesehen (Stand: Oktober 2006). Von Nutzern beanstandete oder als anstößig gemeldete Videos werden von You-Tube-Mitarbeitern überprüft und gegebenenfalls gelöscht.

Die Popularität von YouTube lässt sich aus der großen Community erklären, die Video-Dateien hochladen, bewerten und kommentieren kann.

YouTube ist seit seiner Gründung rasant zum führenden Videoportal im Internet aufgestiegen. Derzeit geht man von einem Marktanteil von etwa 47 Prozent aus.

Welche negativen Seiten gibt es bei YouTube. com?

Video-Qualität
Wie auch beim vergleichbaren Portal „Google Video“ wird die meist geringe Qualität der Filme von Kritikern bemängelt, die u. a. durch die maximale Dateigröße (100 MB) hervorgerufen wird; bei einigen Videos stimmen auch Film- und Tonspur nicht überein.

Videos mit fragwürdigem Inhalt
Obwohl es laut den Nutzungsbedingungen von YouTube nicht erlaubt ist, Videos mit rassistischem und/oder ethnisch diskriminierendem Inhalt hochzuladen, werden diese Videos, nachdem sie von Zuschauern als unangebracht deklariert wurden, bisweilen nicht gelöscht, sondern lediglich nur noch für registrierte Nutzer zugänglich gemacht. Da bei einer Registrierung jedoch keine Altersverifizierung durchgeführt wird, stößt YouTube vor allem bei Jugendschützern und deutschen Medien auf Kritik.

Urheberrechtsverletzungen
Ein weiterer Kritikpunkt liegt darin, dass es beim Hochladen von Videos durch die Nutzer vielfach zu Urheberrechtsverletzungen kommt. Einige Experten gehen davon aus, dass dies bis zu 90% des hochgeladenen Materials betrifft. Nach der geltenden amerikanischen Rechtsprechung muss YouTube solche Inhalte allerdings erst nach einer Abmahnung durch die Rechteinhaber löschen (Opt-Out-Verfahren). Am 14. Juli 2006 wurde YouTube von US-Journalist Robert Tur auf 150.000 US-Dollar verklagt, weil ein von ihm aufgezeichnetes Video ohne seine Zustimmung veröffentlicht wurde. Viele Benutzer schätzen YouTube jedoch genau aus diesem Grund, da sie so an urheberrechtlich geschütztes Material kommen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Auch Universal Music bereitet eine Klage gegen YouTube vor.

Authentizität der Inhalte
Ebenso wie andere Online-Dienste mit Social- Networking-Charakter wird YouTube zunehmend als Plattform für Guerilla-Marketing genutzt. Die Authentizität von Inhalten ist häufig nur schwierig zu beurteilen.

Bestimmt hat jeder von euch schon irgendwann einmal Alkohol getrunken. Vielleicht nicht nur, weil er geschmeckt hat, sondern auch aus vielen anderen Gründen. Alkohol kann, in geringen Mengen konsumiert, sicherlich positive Wirkungen haben, jedoch überwiegen die negativen Begleiterscheinungen und diese werden oft nicht gesehen.
Einige statistische Fakten:

42.000 Todesfälle sind in Deutschland jährlich im Zusammenhang mit Alkohol zu beklagen. Geschätzte 4,3 Millionen Bürger sind alkoholabhängig. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher und berücksichtigt nicht die trockenen Alkoholiker. Rund ein Viertel aller Arbeitsunfälle sind auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Rund sieben Prozent aller Straftaten in Deutschland werden unter Alkoholeinfluss begangen. Jede sechste Kündigung in Deutschland erfolgt auf Grund von Alkoholmissbrauch.

Danach beginnt für viele der freie Fall mit sozialem Abstieg, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Verwahrlosung und extremer Alkoholabhängigkeit bis hin zum körperlichen Verfall. Ein Teufelskreis!

Auch wenn die Problematik in der breiten Öffentlichkeit nicht als solche wahrgenommen wird: Alkohol ist die „Volksdroge Nr. 1“.

Beispiel “Binge-Drinking” (Quelle: Uni Stuttgart)

Mit “Binge-Drinking” bezeichnet man ein Risikomuster des Alkoholkonsums, das nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit in den vergangenen Jahren gerade unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen besorgniserregend zunimmt: “Binge-Drinking”, am besten zu übersetzen mit „Rausch-Trinken“, liegt dann vor, wenn mehr als z.B. 3 Pils oder 2 Gläser Wein hintereinander getrunken werden.

Alkoholkrank wird man nicht von heute auf morgen, die Krankheit entwickelt sich schleichend. Kritisch kann es werden, wenn Alkohol beim Essen und bei der Freizeitgestaltung einfach dazugehört und nicht mehr wegzudenken ist, oder wenn bei psychischen und sozialen Belastungen getrunken wird.

Ein Anzeichen für die Gefahr ist auch, wenn die alleinige Vorstellung, abstinent sein zu müssen, Sorgen bereitet oder wenn man sich erst nach ein paar Gläsern richtig ausgeglichen und wohl fühlt.

Nicht immer fallen die Betroffenen durch häufige Rauschzustände auf. Eine Alkoholkrankheit ist auch nicht immer sofort feststellbar. Die Krankheit verläuft oft über Jahre hinweg und wird von den Erkrankten meist geleugnet, da ihnen die Schwere nicht bewusst ist. Bei Konfrontation mit ihrer Alkoholproblematik reagieren Betroffene sehr häufig aggressiv, das heißt, sie werten das ihnen Gesagte als Vorwurf oder Angriff. Erst wenn sich die Folgen der Sucht nachhaltig zeigen, besteht gute Aussicht, dass der Betroffene Hilfe annimmt.

Ab diesem Moment hat eine Therapie gute Chancen. Dieser Zeitpunkt ist für einige der Betroffenen auch der so genannte “persönliche Tiefpunkt”, bei dem ein Weg aus der Abhängigkeit noch möglich ist. Hört der Alkoholkranke schließlich mit dem Trinken auf, beginnt ein langwieriger Prozess, der durch Rückfälle häufig unterbrochen sein kann. Trinken Alkoholkranke stunden- oder tagelang keinen Alkohol, stellen sich bei ihnen körperliche Entzugserscheinungen ein. Das reicht je nach Krankheitsstadium von Schlafstörungen, Zittern, starkem Schwitzen und Kreislaufproblemen bis hin zu Halluzinationen und epileptischen Anfällen. Eine der schlimmsten Folgen, das „Delirium Tremens“, kann bei einem Kreislaufzusammenbruch sogar zum Tod führen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Trinkgewohnheiten und Abhängigkeitsgraden:

Der Erleichterungstrinker benötigt größere Mengen Alkohol in Konfliktsituationen.
Er ist psychisch abhängig.

Der Gelegenheitstrinker trinkt nur zu „besonderen Anlässen“ wie auf Feiern, im Vereinsheim oder im Urlaub. Er ist nicht abhängig, jedoch hochgradig gefährdet.

Der Gewohnheitstrinker trinkt kontinuierlich und erlebt dabei meist keine Rauschzustände mehr. Er ist körperlich abhängig. Lässt der Alkoholspiegel nach, kommt es sehr schnell zu Entzugserscheinungen.

Der Quartalstrinker trinkt zu „besonderen Gelegenheiten“ oder bei Konfliktsituationen. Im Gegensatz zum Konflikt- und Gelegenheitstrinker verfällt er jedoch in mehrtägige Trinkexzesse mit einem enormen Alkoholverbrauch. Er ist psychisch abhängig, kann aber dennoch über Wochen abstinent bleiben.

Der Spiegeltrinker hat ständig Alkohol im Blut und in seiner Nähe. Ohne geht es nicht, er setzt aber alles daran, nicht auffällig zu werden, was ihm auch sehr oft gelingt. Er legt Alkoholvorräte an und versteckt diese.

Der abhängige Trinker kann seinen Konsum nicht mehr kontrollieren. Er kann zwar kurzzeitig verzichten, gewöhnt sich jedoch an immer größere Mengen. Somit geht die psychische Abhängigkeit zunehmend in die körperliche über. Alkohol soll ein Genussmittel sein. Sicher ist jedoch: Sollten Spirituosen erst jetzt erfunden werden, müsste der flüssige Stoff sofort unter das Betäubungsmittelgesetz allen und wäre somit verboten.

Anmerkung der Redaktion: Die Leistung des menschlichen Gehirns lässt mit steigender Promillezahl deutlich nach. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass schon ab 0,2 Promille die Wahrnehmung für Lichtquellen erheblich verändert ist und die Risikobereitschaft steigt. Also gilt auch bei kleinen Mengen: „Don`t drink & drive“

Disney, Halloween, Coca Cola, Burger, Donuts, The L Word, Sex and the City, Microsoft, Levi’s, Superstars……

Das Phänomen „Amerikanische Kultur“ (oder was man dafür hält) ist auf dem Vormarsch. Die Amerikanisierung in Deutschland lässt sich nicht mehr aufhalten.

Der ursprüngliche Begriff der „americanization“ bezog sich überwiegend auf Europäer, die als Immigranten nach Amerika kamen. Man wollte ihnen die amerikanischen Ideen vermitteln, ja sie sollten das amerikanische Wertesystem akzeptieren und letztendlich als ihr eigenes übernehmen. Da Emigranten früher meist die Verbindung zu ihrem Heimatland abbrachen, war die Bereitschaft, sich in die neue Kultur zu integrieren, vielleicht eher gegeben als in der Gegenwart.

Mittlerweile kommt der Begriff „Amerikanisierung“ auch im deutschen Kontext verstärkt zur Anwendung. Mit ihm verbunden ist die Annahme, Deutschland und andere Teile Europas und der Welt würden mit amerikanischen Produkten, Ideen und Leitbildern überschwemmt.

Diese Überflutung mit fremden Kultureinflüssen wurde anfangs vorwiegend von Intellektuellen als eine extrem negative Entwicklung angesehen, der es Einhalt zu gebieten galt. Während vor dem Zweiten Weltkrieg die Beeinflussung eher von Europa in Richtung Amerika verlief, kehrte sich der Strom nach dem Krieg um und verlief fortan überwiegend von Amerika nach Europa.

Hinsichtlich des technischen Fortschritts wurde Amerika weitgehend als führend betrachtet, was Kunst und Kultur betraf, sah man die USA als reine Kapitalisten, die der europäischen Kultur weit unterlegen waren. Dennoch hatten Kino, Jazz und Comics es geschafft, auch den europäischen Kultur- und Wirtschaftsraum zu erobern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sich diese Phänomene weiterentwickelt und festgesetzt. Nun traten beispielsweise auch die Rockmusik, das Fernsehen und die Science-Fiction ihren Siegeszug an. Mit Hilfe des technischen, wirtschaftlichen und politischen Einflusses der USA entstand eine Massenkultur, die heute allgemein das Alltagsleben prägt und Amerika nach wie vor als entscheidende Referenzgröße darstellt. Unser Fernsehen zum Beispiel, das vom Alltag nicht mehr wegzudenken ist, ist der Amerikanisierung stark ausgeliefert, weil die Strategien des Medienmarktes nirgendwo sonst überboten werden können.

Der Filmexport boomt und die Populärkultur aus Amerika greift immer weiter um sich: Sie verlässt die heimischen Landesgrenzen und schwappt zu uns herüber.

Dies ist mittlerweile so alltäglich geworden und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Auch in der Sprache macht sich der Einfluss der USA bemerkbar. Die Wörter werden einfach aus dem englischen übernommen und üben mittlerweile einen großen Einfluss auf das deutsche Sprachgut aus, vor allem bei Jugendlichen. Jedoch ist Englisch in unserem Sprachgebrauch kaum mehr entbehrlich, denn würde man versuchen , gängige Wörter ins Deutsche zu übersetzen, sähe das in etwa so aus: Nachdem man den Computer gestiefelt und sich eingemeldet hat, startet man einen Blätterer. Übersetzung: Nachdem man den Computer gebootet und sich eingeloggt hat, startet man den Browser.

In der Computersprache noch durchaus verständlich, aber wie ist es mit anderen Wörtern? Homie z.B. abgeleitet von dem engl. Homeboy Bedeutung: guter Freund. Oder das Wort Dissen abgeleitet vom englischen Verb „to dish“ Bedeutung: Sich abfällig äußern.

Diese Begriffe stammen ursprünglich aus der amerikanischen Hip-Hop-Szene. Schaltet man das Radio, Viva oder MTV an, wird man regelrecht von englischsprachigen Songs erschlagen.

Anders in Frankreich, wo die französische Regierung den „Kampf gegen die sprachliche Amerikanisierung“ angegangen ist und Pflichtquoten für die französische Musik und Filme eingeführt hat.

Im Zuge der Globalisierung ist es sicherlich ein großer Schritt nach vorne. Aber ist es in Sachen Völkerverständigung denn immer sinnvoll?

Meist ist es doch eher lächerlich, wie manche Menschen vorgeben, so international zu sein. „Nicht wahr Darling“ oder „Ich habe später noch ein Meeting“ statt einer Besprechung. In Sachen Mode macht sich Amerika ebenfalls bemerkbar: Man denke da mal an Cargo Pants oder Army Parker. Und wer setzt diese „Trends“?

Ganz klar, die Stars und Sternchen wie Jennifer Lopez, Beyonce Knowles, Puff Daddy oder auch Wu-Tang, die sogar eigene Modelabels haben wovon einige durch den Verkauf ihrer Mode teilweise mehr Geld verdienen als mit Ihrer Musik. Carry Bredshaw aus Sex and the City suggeriert, wie wichtig Kleidung ist, und setzt mit teuren Outfits Trends, die zum nachmachen animieren.

Ganz Typisch für Amerika: Fast Food

Können Sie sich noch ein Leben ohne MC Donalds, Kentucky oder Burger King vorstellen? Wohl kaum. Jedoch ist es bei uns noch nicht ganz so schlimm, denn hier gibt es noch keinen Absatz für XXXL Menüs mit 3L Cola und das ist auch gut so, denn in einem darf Amerika überhaupt kein Vorbild werden: Nämlich was das Körpergewicht des typischen Amerikaners angeht.

Globalisierung hin oder her, aber ein Land wie unseres sollte sich mit all seinen Eigenheiten und Traditionen treu bleiben und nicht die schlechten Eigenschaften anderer Kulturen übernehmen.

Euer Infohammer

Für das  Anleinen eines Alligators an einer Parkuhr fallen in Florida die gleichen Gebühren an wie für das Parken eines Autos. Das gilt auch für Elefanten und Ziegen, wie eine Liste skuriller Verkehrsgesetze verrät, die das US-Psychologenmagazin “Observer” zusammengetragen hat.

Demnach ist in dem mitten im Binnenland  gelegenen Bundesstaat Tennessee zwar das Schießen von Wild aus dem Auto heraus verboten, erlaubt ist jedoch das töten von Walen vom Fahrersitz aus. In Kentucky verstößt es gegen das Gesetz, während der Fahrt eine Eistüte in der hinteren Hosentasche zu haben.

Und in Detroit muss mit Strafe rechnen , wer beim Warten auf dem Pannendienst auf der Straßenmitte Zeitung liest.

Ganz besonders skurril ist ein Gesetz des Ostküstenstaates Pensylvania. Nähert sich eine Herde Pferde einem Auto, ist der Fahrer angehalten, selbiges zu stoppen und mit einem Tuch zu verdecken, um die Tiere vor dem Scheunen zu bewahren. Der Überzug muss sich dabei fablich in die Landschaft einfügen. Hilft das nicht, und die Pferde reagieren nervös auf das Fahrzeug, soll der Fahrer dieses demontieren und die Teile im nächsten Unterholz zu verstecken.

Da fragt man sich:

Sind wir alle nich ein bischen Bluna

Ein hoch auf Amerika und die United States of America / Vereinigten Staaten von Amerika