Mo 4 Aug 2008
Meist stammen sie aus Großmutters Trickkiste und halten sich hartnäckig: Mythen rund um Pflege und Make-up. Doch die Wissenschaft hat viele Irrtümer entlarvt.
Alles Lüge!
1. Parfüm in der Sonne verursacht Hautflecken?
Duftstoffe, die Flecken hervorrufen, dürfen längst nicht mehr ins Flakon. Für empfindliche Hauttypen gibt es seit einiger Zeit sogar spezielle Sunproof-Produkte – Alkoholfreie Parfums, die bei Sonnenschein bedenkenlos getragen werden können.
2. Sonne hilft gegen Akne?
Tatsächlich reduziert UV-Licht die Talgproduktion und wirkt leicht entzündungshemmend. Lässt die Sonne nach, kommen Pickel stärker als vorher: UV-Licht verdickt die Haut minimal, und je dicker die Haut, desto schneller tauchen Unreinheiten auf.
3. Schokolade macht Pickel?
Schokolade macht glücklich, deshalb wird sie oft bei Stress gegessen. Weil Stress durchaus Pickel verursachen kann, hat sich hier wahrscheinlich eine falsche Verbindung zwischen beiden Fakten hergestellt.
4. Durch Pusten trocknet Nagellack schneller?
Im Gegenteil: Die Trockenzeit kann sich durch das Anpusten sogar verlängern, weil die Feuchtigkeit in der Atemluft die Aushärtung verhindert. Wenn Sie es eilig haben, können Sie einen der schnell trocknenden Nagellacke verwenden. Die von vielen Herstellern angeboten werden.
5. Lippenbalsam macht abhängig?
Das könnte nur funktionieren, wenn die Talgdrüsen der Lippen ihre Arbeit einstellen würden, nachdem man einen Lippenbalsam benutzt hat. Lippenbalsam hilft zur Vorbeugung rauer Lippen. Sind sie bereits aufgesprungen, sollte man vor dem Zubettgehen eine Fettcreme oder Melkfett dick auftragen.
6. Bleaching - Zahncremes greifen die Zähne an?
Eine normale aufhellende Zahnpasta schadet den Zähnen nicht. Mit speziellen Raucher – Zahncremes sollten Sie allerdings vorsichtig sein: Sie enthalten Schleifpulver, das den Zahnschmelz angreifen kann. Am besten nur abwechselnd mit normaler Zahnpasta verwenden.
7. Mascara lässt die Wimpern brechen?
Im Gegenteil: Moderne Wimperntusche enthält pflegende Proteine, welche die empfindlichen Härchen sogar schützen. Brüchige Wimpern können Sie trotzdem bekommen – wenn Sie abends das abschminken zu oft vergessen.
8. Make-up verstopft die Haut?
Die neue Generation der Kosmetikprodukte enthält extrem feine Inhaltsstoffe, mit denen keine Pore verstopfen kann. Außerdem sind Make-ups ein prima UV-Schutz und tragen dazu bei, dass die Haut länger jung bleibt.
9. 100 Bürstenstriche lassen Haare glänzen?
Beim Bürsten wird das Kopfhautfett im Harr verteilt, das es geschmeidig und glänzend macht. Allerdings regen die Bürstenstriche die Durchblutung der Kopfhaut an, die dadurch noch mehr Fett produziert. Außerdem können qualitativ minderwertige Bürsten die Schuppenschicht der Haare aufrauen, wodurch Spliss und Haarbruch entstehen. Besser als zu viele Bürstenstriche: Glanzprodukte der Haarpflegelinien nutzen.
10. Schneiden macht die Haare dicker?
Für das Wachstum der Haare ist allein die Haarwurzel verantwortlich, die durchs Schneiden nicht angeregt wird. Mit einem Friseurbesuch alle vier bis sechs Wochen kann man allerdings gespaltenen Spitzen vorbeugen – gesunde Haare sehen einfach fülliger aus.
11. Häufiges Waschen hilft gegen fettige Haut?
Durch häufiges Reinigen erzielt man sogar den gegenteiligen Effekt: Wird die Haut zu stark ausgetrocknet, produzieren die Talgdrüsen umso fleißiger. Waschen Sie fettige Haut zweimal täglich mit einer milden Lotion und verwenden Sie eine Tagescreme, die auf Ihren Hauttyp abgestimmt ist. Viele Produkte enthalten Kräuter oder andere Stoffe, die beruhigend auf die Talgdrüsen wirken.
12. Cellulite entsteht durch Fett?
Für Orangenhaut ist nicht das Gewicht, sondern schwaches Bindegewebe verantwortlich. Gegen Cellulite hilft deshalb keine Diät – nur regelmäßige Bewegung eine gezielte Gymnastik können das Gewebe straffen.
13. Baden trocknet die Haus aus?
Wer bei 38 Grad und nicht länger als 20 Minute badet, muss nichts befürchten. Spätestens nach 20 Minuten sollten Sie allerdings aus der Wanne steigen. Vor dem Austrocknen schützen außerdem ölhaltige Badelotionen. Nach dem Baden die Haut nicht abrubbeln und auf jeden Fall eincremen.